Wolfgang Jungnitsch fordert „regionsweite Stimme”

Von: fw
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Übach-Palenberg. Wie ist es um die Sicherheit des Atomkraftwerks im nahen Tihange in Belgien bestellt?

Diese Frage treibt nicht nur Christoph von den Driesch, den Bürgermeister der Stadt Herzogenrath um, der sich damit an den Aachener Städteregionsrat wandte. Sein Übach-Palenberger Amtskollege Wolfgang Jungnitsch unterstützt das Bemühen, zum AKW Tihange mehr Informationen zu erhalten, und hat sich deshalb in einem Schreiben an den Heinsberger Landrat Stephan Pusch gewandt.

Dort heißt es: „Ich habe den Rat darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich das Vorgehen von Bürgermeister Christoph von den Driesch für unterstützenswert halte und mich der Meinung anschließe, dass eine regionsweite Stimme bei dieser höchst wichtigen Fragestellung erhoben werden muss. Deshalb bitte ich Sie, ebenfalls über die Konferenz der Landräte, des Oberbürgermeisters der Stadt Aachen sowie des Städteregionsrates eine konzertierte Aktion einzuleiten und eine gemeinsam getragene Informationsbeschaffung bei den belgischen Kollegen - gegebenenfalls auch bei dem Betreiber des AKW Tihange - einzuholen. In Folge dieser Sitzung könnten Sie als Katastrophenschutzbehörde dann die kreisangehörigen Kommunen hierzu informieren.”

Nicht nur die schrecklichen Ereignisse im fernen Japan, sondern insbesondere auch die Berichterstattung über die sich widersprechenden Informationen aus dem belgischen Tihange dürften Anlass genug sein, hier kritische Fragen stellen zu können, so Jungnitsch.

So könne man aus den Veröffentlichungen sehr unterschiedliche Aussagen zum Beispiel über die Erdbebensicherheit des AKW Tihange herauslesen. „Ich sehe es auch als Aufgabe der deutschen Behörden an, hier zunächst Sachaufklärung zu betreiben und mögliche Konsequenzen gemeinsam zu erörtern”, lässt Wolfgang Jungnitsch den Landrat weiter wissen. „Vor diesem Hintergrund möchte ich anregen, gemeinsam mit den Landräten der Region und Oberbürgermeister Marcel Philipp zeitnah eine Analyse der Bedrohungssituation für das deutsche Grenzgebiet in die Wege zu leiten.”
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