Geilenkirchen - Wohnen am Fliegerhorst: Zukunft bleibt weiter unklar

Wohnen am Fliegerhorst: Zukunft bleibt weiter unklar

Von: Manfred Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Viele Bewohner der Fliegerhorstsiedlung sind aufgrund der unklaren Zukunft des Viertels weiter verunsichert. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Ohne Gegenstimmen brachte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in seiner Sitzung am Donnerstagabend die Vorentwürfe für die Änderung des Flächennutzungsplanes und des zugehörigen Bebauungsplans 110 auf den Weg, mit denen die Möglichkeit einer Wohnbebauung für die Fläche südlich der Jülicher und östlich der Aachener Straße geschaffen wird.

Dabei freute sich Rainer Jansen (Grüne) über den „tollen Ausgleich am Objekt“ bei der Grünplanung und bat darum, die Zeit und Prüfungstermine für die Ausgleichsmaßnahme festzuschreiben. Nach Auskunft von Alexander Jansen, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, ist das aber in diesem frühen Stadium des Verfahrens noch nicht möglich.

Noch nicht möglich sind zum jetzigen Zeitpunkt auch konkretere Aussagen zum weiteren Vorgehen beim städtebaulichen Entwicklungskonzept für die Fliegerhorstsiedlung Neu-Teveren. Zum Stand der Dinge gab Beigeordneter Markus Mönter einen Überblick. Die Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BimA) als Eigentümerin der meisten Flächen sei intensiviert worden, und die Planungsgruppe MWM aus Aachen arbeite an einem Konzept, wobei grundsätzliche Probleme wie die mangelnde Dorfstruktur und fehlende Nahversorgung angesprochen worden seien.

Die Planer, so Markus Mönter, hätten inzwischen Gespräche mit der Bürgerinitiative Neu-Teveren geführt und Befragungen bei den Bewohnern – neuen Hauseigentümern und Mietern – vorgenommen. Die Fragebogenaktion habe einen guten Rücklauf gebracht. In wenigen Tagen werde die mit dem Entwicklungskonzept befasste Arbeitsgruppe wieder tagen, die Ergebnisse sollen in der nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses mitgeteilt werden.

Stand des Glasfaser-Ausbaus

Die Sorgen der Bewohner in der Fliegerhorstsiedlung, die weiterhin als Mieter dort wohnen bleiben wollen und bei Verkäufen die Kündigung befürchten, äußerte Theresia Hensen (CDU). Grundsätzlich wolle die Bundesanstalt (BimA) zwar verkaufen, was die Stadt nicht beeinflussen könne, entgegnete Markus Mönter, aber „niemand muss befürchten, dass er kurzfristig vor vollendete Tatsachen gestellt wird“, möglicherweise ließen sich ja Käufer finden, die weiter vermieten wollen.

Für die Verwaltung gab Stephan Scholz vom Amt für Bauverwaltung einen kurzen Überblick über den Stand des Glasfaserausbaus im Stadtgebiet. Demnach hat es im Stadtteil Grotenrath und in der Fliegerhorstsiedlung nicht die erforderlichen 40 Prozent der Bewohner als Interessenten gegeben. Während deshalb in der Fliegerhorstsiedlung der Zuschnitt des Versorgungsgebietes geändert werden soll, könnte sich für Grotenrath, so Stephan Scholz auf Nachfrage unserer Zeitung, auch noch eine Lösung ergeben.

Besonders aufwendig

Für die Stadtteile Hochheid und Rischden sollen kurzfristig Gespräche mit der „Deutschen Glasfaser“ geführt werden, im Kerngebiet will das Unternehmen vier Gebiete – Bauchem, Hünshoven und zwei Innenstadtbezirke – einrichten. Für Niederheid wird die Befragung im dritten Quartal vorgenommen. Einen Sonderfall bilden die Gewerbegebiete, wie Stephan Scholz auf Nachfrage aus dem Ausschuss mitteilte.

Hier brauche die „Deutsche Glasfaser“ die Zustimmung von 50 Prozent der Unternehmen, weil die Anschlüsse für Unternehmen besonders aufwendig seien.

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