Wo Wissenschaftler Gummibärchen baden

Von: Stefan Schaum
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Julien taucht mit Gummibärche
Julien taucht mit Gummibärchen ab: Erzieherin Carolin Hoff begleitet die Kinder bei ihren Experimenten, die die Lust auf Naturwissenschaft wecken sollen. Foto: Stefan Schaum

Gangelt-Schierwaldenrath. Erst geht das Gummibärchen baden, dann liegt es ein Weile unterm Mikroskop und am Schluss landet es im Forscherbauch. Hm, lecker!

Selbstverständlich passiert das alles im Namen der Wissenschaft, denn solch ein experimenteller Umgang mit Süßigkeiten ist eine wichtige Sache für die Knirpse im Kindergarten „Regenbogen” in Schierwaldenrath.

Schließlich darf der sich in wenigen Wochen ganz offiziell „Haus der kleinen Forscher” nennen.Die Qualifizierungsphase ist beendet, die zusammengestellte Mappe mit etlichen Versuchsbeschreibungen und vielen Fotos hat Zustimmung bei der Stiftung „Haus der kleinen Forscher” gefunden.

Nun gibt es das Zertifikat, für das Sandra Hofer, Leiterin des Kindergartens, bereits ein Plätzchen gefunden hat. Gleich neben der Eingangstür soll es hängen. Schließlich ist Signalwirkung das Stichwort bei dem Forscherkonzept.

„Die kindliche Neugier soll genutzt werden, um die Kleinen schon früh für Naturwissenschaften zu begeistern”, sagt Hofer. Auch wenn die Kinder natürlich noch lange nicht wissen können, welche Naturgesetze eigentlich hinter Physik, Chemie und Co. stecken, können sie mit Spaß erleben, was passiert, wenn man etwa ein Gummibärchen in ein Glas wirft und dieses umgedreht in eine Schüssel mit Wasser taucht.

Das Bärchen wird nicht nass, denn die Luft im Glas verdrängt die Flüssigkeit. Ein Aha-Erlebnis für die Kleinen, das ihnen später womöglich dabei helfen wird, sich auch für die theoretische Seite der Naturwissenschaften zu erwärmen. Leere Teebeutel haben die Kinder in den vergangenen Wochen angezündet und so zu Raketen werden lassen.

Oder eine Brausetablette in die Sprudelflasche geworfen und einen Gummihandschuh drübergestülpt. „Der hat sich dann ganz riesig aufgepustet”, beschreibt die kleine Ida ihren Eindruck. Der Versuch hat sie ganz schön fasziniert.

Einmal pro Woche wird nachmittags in Kleingruppen experimentiert. Mit der Auszeichnung wird es noch mehr Utensilien wie Reagenzgläser und Versuchsanleitungen geben. Weitere Aha-Erlebnisse werden in diesem Kindergarten also folgen. Und wenn man seine Forschungsobjekte anschließend auffuttern kann, machts ohnehin doppelt so viel Spaß.

Auszeichnung und einige Experimente

„Haus der kleinen Forscher” erhält die Kita „Regenbogen”, Palz 35, in Schierwaldenrath am Freitag, 26. Oktober. Um 11 Uhr beginnt die Feierstunde, zu der Besucher willkommen sind. Die Kinder werden an diesem Tag einige Experimente präsentieren.

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