Gangelt - „Wir für Ruanda”: Siebtklässler finanzieren großen Vorratsbehälter

„Wir für Ruanda”: Siebtklässler finanzieren großen Vorratsbehälter

Von: Maria Meurer
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Auch der Bischof von Butare, Philippe Rukumba (l.), traf auf die Helfergruppe aus Gangelt, hier Thomas Hoppe-Leifgen (M.), Leiter der Realschule, und Projektleiterin Gabriele Deyerling-Seidel (r.). Ein Gottesdienst begleitete die Übergabe der Hilfsgüter, darunter der Wassertank. Foto: Maria Meurer

Gangelt. Da waren Realschulleiter Thomas Hoppe-Leifgen und Lehrerin Gabriele Deyerling-Seidel sehr stolz: Vor ganz großem Publikum konnten sie im ruandischen Kibilizi einen riesigen Wassertank seiner Bestimmung übergeben. Und finanziert haben diesen Tank die Siebtklässler ihrer Schule.

Einmal im Jahr nehmen sie - wie auch in unserer Zeitung berichtet - an einer Projektwoche zugunsten des Vereins „Wir für Ruanda” teil. In dieser Woche lernen sie nicht nur eine Menge über das kleine zentralafrikanische Land und die Arbeit des in Heinsberg ansässigen Vereins des Arztes Dr. Bernd Bierbaum, sondern sammeln auch Geld, um konkret zu helfen.

Sehr beliebt und effektiv ist der „Lauf für Ruanda”, der einmal im Jahr anlässlich der Projektwoche rund um den Gangelter Kahnweiher ausgetragen wird. Für jede erlaufene Runde sichern die Sponsoren den Schülern und Schülerinnen einen Betrag zu. Nach dem Lauf melden sich die Schüler mit einem quittierten Laufzettel beim Sponsor, um die Spende abzuholen. In der Summe sind bislang so mehr als 45.000 Euro zusammengekommen.

Dafür wurden zum Beispiel Dachrinnen an einer Schule angeschafft und angebracht, aber auch medizinisches Gerät oder Kleidung organisiert und versandt. Nun war es also der Wassertank für dieses Zentrum für geistig behinderte Kinder in Kibilizi in der Nähe von Butare. 2000 Liter passen in den Vorratsbehälter. „Wasser ist in Ruanda ein besonders kostbares Gut”, weiß Gabriele Deyerling-Seidel nun auch aus eigener Erfahrung.

Die Projektwochen-Leiterin und Schulleiter Hoppe-Leifgen nahmen - wie auch die Mitreisenden auf eigene Kosten - an der Reise teil, die Bernd Bierbaum im vorigen Dezember organisiert hatte. Dabei fielen auch die unzähligen Menschen auf, die ständig mit großen gelben Kanistern zu Wasserstellen unterwegs waren. „Mit einem Auffangbehälter, aus dem Wasser beispielsweise zum Waschen und Duschen verwendet werden kann, ist den Menschen ganz konkret geholfen”, konnten die deutschen Besucher feststellen.

Die Einweihung einer neuen Kapelle für das Zentrum war einer der Höhepunkte der Reise und zudem Anlass, weitere Meilensteine der Hilfsachse Kreis Heinsberg-Ruanda zu setzen. Dazu versammelten sich am hiesigen „Tag der Menschenrechte” über 1000 Menschen im Zentrum. Nach einem Gottesdienst mit Kardinal Wilfrid Fox Napier (Durban/Südafrika) und dem Bischof von Butare, Philippe Rukumba, fanden offizielle Übergaben einiger im Kreis Heinsberg organisierter Hilfsaktionen statt.

Zählt man die Kilometer, die Gangelter Realschülerinnen und -schüler zugunsten des Vereins „Wir für Ruanda” seit Beginn der regelmäßigen Unterstützung im Jahr 1999 schon gelaufen sind, kommt man auf gut 10.000 Kilometer. „Das ist einmal die Strecke von Gangelt nach Ruanda”, hat Projektleiterin Gabriele Deyerling-Seidel ausgerechnet.

Dass auch die 10.000 Kilometer Rückweg noch in Gangelt erlaufen werden sollen, steht für Thomas Hoppe-Leifgen und Gabriele Dey­erling-Seidel fest. Die persönlichen Eindrücke, die sie in Afrika sammeln konnten, bewegen sie noch zutiefst und motivieren, auf jeden Fall weiter zu helfen. „Wir legen Wert darauf, dass unsere Schülerinnen und Schüler lernen, über ihren eigenen Tellerrand zu sehen”, so die Pädagogen. Mit der Projektwoche und den handfesten Hilfsaktionen gelingt das nun schon seit über zehn Jahren, „und soll auch noch lange so weitergehen!”
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