Wintermode: Hohe Rabatte durch den warmen Winter

Von: Udo Stüßer
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Dank des warmen Winters locken viele Geschäfte frühzeitig mit hohen Rabatten auf Wintermode. Foto: dpa

Geilenkirchen. Der Rotstift signalisiert es an allen Ecken und Enden: Jetzt ist wieder die Zeit der Schnäppchenjäger gekommen. Seit Montag können die Kunden mit bis zu 70 Prozent Preisnachlässen rechnen. Seit rund zehn Jahren ist der Ausverkauf offiziell abgeschafft. Und trotzdem nutzen viele Händler diese Zeit besonders nach dem milden Winter, ihre Lager für Frühjahrs- und Sommerwaren zu leeren.

Bei Jutta Hesmer, Inhaberin des Geilenkirchener Modehauses Schüll, heißt es allerdings nicht Winterschlussverkauf. Sie preist vielmehr die Schottenwochen an. „Die Schotten sind für das Sparen bekannt. Bei uns kann der Kunde jetzt auch sparen“, sagt sie. Sicherlich seien ihre Schottenwochen mit dem Winterschlussverkauf gleichzusetzen.

„Man muss heute aber schauen, dass man anders wirbt, als die anderen Geschäfte“, weiß sie. Trotz des warmen Winters ist sie mit dem Geschäft zufrieden, große Einbußen hat sie nicht. „Wir haben nicht so viele dicke Waren eingekauft, dafür mehr leichte Pullis und Blusen, die man auch tragen kann, wenn es nicht so kalt ist“, sagt sie und versichert: „Wir haben aber auch noch einige Winterjacken.“

Die hängen jetzt bereits neben der Frühjahrsware. „Denn der modische Kunde ist bereits jetzt schon unterwegs. In diesem Frühjahr ist die Mode nicht knallig bunt, sondern man trägt mehr gedeckte Farben. Das mögen die Leute“, sagt Jutta Hesmer.

Für Sven Cüppers vom „Sportsfreund“ in Geilenkirchen war der Winter eindeutig zu warm. Auf alle Winterwaren, überwiegend Bekleidung für den Skisportler, gibt er 50 Prozent Rabatt. „Viele Wintersachen – Jacken, Skianzüge, Unterziehwäsche und Fleece-Jacken – blieben hängen“, erklärt er. Auf alle anderen Sportartikel wie Trainingsanzüge, T-Shirts und Fußballschuhe gibt er derzeit 30 Prozent, „weil in den Monaten Januar bis März grundsätzlich das Geschäft stagniert“.

Der Januar sei noch ganz ordentlich gewesen, weil viele Kunden nach Weihnachten Gutscheine eingelöst hätten. „Aber die Fußballsenioren haben noch Winterpause, die fangen erst in der nächsten Woche mit ersten Trainingseinheiten an“, erläutert er. Aber ansonsten, so sagt er optimistisch, „bin ich in Geilenkirchen wunschlos glücklich“. Besonders sein neues Geschäftsfeld, das Besticken von Sport- und Arbeitskleidung mit Vereins- und Firmenlogos, sei sehr gefragt.

Liliane Esser, Inhaberin des gleichnamigen Fachgeschäftes für Damen- und Herrenunterwäsche, Nachtwäsche und Bademoden hat einen großen Teil der Waren schon vorher reduziert. „Und jetzt gibt es nochmal 20 Prozent“, sagt sie. „Allerdings nicht auf die Kollektion, die jetzt erst geliefert wurde“, schränkt sie ein. Der warme Winter ist in ihrem Geschäft in Geilenkirchen natürlich nicht spürbar. „Aber in meinen beiden Modegeschäften in Heinsberg und Jülich macht sich der warme Winter schon bemerkbar“, sagt sie.

Einen offiziellen Winterschlussverkauf hat der Geilenkirchener Optiker Bernd Schmitz nie gehabt: „Mehrmals im Jahr kommen neue Kollektionen. Dann werden manche Modelle günstiger verkauft.“

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