Wintereinbruch: Mitarbeiter des Bauhofes im Dauereinsatz

Von: Georg Schmitz
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Sisyphosarbeit in Weiß: Matthias Preuß und Thomas Kirchhoff, Mitarbeiter des Geilenkirchener Bauhofs, waren gestern schon um vier Uhr morgens im Einsatz. Foto: Georg Schmitz
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Seit vier Uhr in der Nacht sind die Trupps des Geilenkirchener Bauhofes unterwegs, um Bürgersteige mit viel Fußgängeraufkommen, beispielsweise an Bushaltestellen und Schulen, sowie Straßen von Schnee zu befreien. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Schnee, so weit das Auge reicht: Trotz des meteorologischen Frühlings, der bereits angefangen hat, ist der Winter mit aller Macht zurückgekehrt. Es schneite am Dienstag ohne Unterlass. Da kamen selbst die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Geilenkirchen nicht nach.

Schon seit 4 Uhr in der Früh seien die Trupps unterwegs gewesen und hätten relevante Bürgersteige mit viel Fußgängeraufkommen, beispielsweise an Bushaltestellen und Schulen, sowie Straßen mit zwei Schleppern geräumt, erzählte der Leiter des Geilenkirchener Bauhofes, Wolfgang Jansen. „Ein Hauptproblem ist der starke Wind. Dadurch entstehen Schneeverwehungen, die uns den Pulverschnee wieder auf die geräumten Wege treiben“, so Jansen. Und oben auf den Schnee Salz zu streuen, bringe gar nichts – nur Matsch, der wieder gefriere.

Von den Schneeverwehungen können die beiden Bauhofmitarbeiter Matthias Preuß und Thomas Kirchhoff ein Liedchen singen. Seit dem frühen Morgen kurz nach 7 Uhr ist das Duo mit Schneeschaufel und Besen bei der Arbeit. „Ich bin es satt“, sagt Preuß und das kann garantiert jeder Bürger nachvollziehen. Denn in den letzten Monaten haben er und sein Kollege Tonnen von Schnee weggeräumt und Salz gestreut. „Ich möchte endlich auch einmal zu Hause im Garten mit der Arbeit beginnen“, sagt Preuß.

Er und sein Kollege Kirchhoff haben gerade den Fußweg zum Bahnhof frei gemacht, da ist er schon fast wieder zugeweht. „Wenn das so weiter geht, können wir immer wieder von vorne anfangen“, sagt er und schaut gen Himmel.

„Wir wollten eigentlich diese Woche die Terrasse öffnen“, sagt Claus Jung vom City Hotel im Vorbeigehen. Daraus wird aber noch nichts und jetzt sieht er mit großen Erwartungen der kommenden Woche entgegen.

Auf dem Weg durch die Stadt werden die Passanten auf zahlreiche Geschäftsinhaber aufmerksam, die mit Schippe und Besen bewaffnet dem Schnee zu Leibe rücken. Juwelier Johannes Kamps ist es auch leid. „Man nennt das März-Winter und den mag ich nicht unbedingt“, gibt er zu. Mit dem Auto ist er zuvor von Kreuzrath nach Geilenkirchen gefahren. „Auf der geschlossenen Schneedecke zwischen Birgden und Gillrath bin ich gut durchgekommen.“ In Übach-Palenberg fuhr es sich auch recht gut, die Hauptverkehrsstraßen waren zügig geräumt.

Ein Stück weiter räumt Thomas Hribsek im Auftrag des Einkaufszentrums. Er befindet sich in einem Interessenkonflikt: Einerseits hat er „keinen Bock“ mehr auf Schneeschippen, auf der anderen Seite denkt er an seine drei Kinder Megan (5), Ramira (7) und Zacharias (9), die sich immer auf Schnee freuen. Sarah Lemoine aus Aachen arbeitet im Hotel Jabusch. „Das klappte mit dem Zug ganz gut, aber hier durch den hohen Schnee zu gehen, ist schon schwieriger“, so die 22-Jährige.

„Bratmarie-Chef“ Uwe Wemheuer nimmt es am Markt in der Innenstadt wie es kommt: „Wir können doch nix dran ändern und ich stelle mich drauf ein“, so der in Geilenkirchen bekannte Currywurst-Verkäufer. Eine Einstellung, die sicherlich viele Menschen mit ihm teilen ...

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