Willkommen mit Schaum und Laserstrahl

Von: Wilfried Rhein
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Über dem Publikumseingang des
Über dem Publikumseingang des Geilenkirchener Rathauses prangt das Schild aus neuem Werkstoff. Zufrieden mit dem Ergebnis sind (v.r.) Josef Esser (ZenTec), Bürgermiester Thomas Fiedler, Ulrich Berners (LBBZ) sowie Susanne Köppl (Stadt-Wirtschaftsförderung). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Endlich steht drauf, was auch drin ist. Der Geilenkirchener Bürger, der die Hilfe oder den Rat der Stadtverwaltung sucht, darf sich nun an der mehrmeterbreiten Kennzeichnung „Rathaus” orientieren, die über dem Eingang des jungen Bürgerbüros am Markt hängt.

Das Besondere an dem auffälligen Transparent: Es ist ein Geschenk zweier lokaler Unternehmen, die aus kombinierten Werkstoffen ein Unikat geschaffen haben.

Der Verwaltungschef kann dank solcher Initativen zweifach Grund zur Freude nennen. „Die Stadt wäre finanziell zu einer solch aufwändigen Darstellung nicht in der Lage gewesen”, urteilt Thomas Fiedler. „Und zudem kann sich hier die Innovationskraft der Stadt Geilenkirchen zeigen”, argumentiert der Bürgermeister weiter.

Bislang gab es lediglich ein kleines Schild mit dem „Rathaus”-Schriftzug, um den Weg ins Verwaltungszentrum zu weisen. Jetzt, mit Öffnung des Service-Platzes für die Bürger, wäre die Kennzeichnung auch noch irreführend. „Unser Wunsch war, für die Besucher ein ,warm welcome zu schaffen”, sagt Thomas Fiedler über die Situation eines sympathischen Entrees, das zudem noch mehr Präsentationseffekte zulassen würde.

Nun habe man einen Platz geschaffen, an dem sich Gruppen sammeln ließen, von dem manche Exkursion mit den oft aus der Ferne angereisten Besuchern beginnen könnte. Ein „starker Ausdruck” in der Optik des Rathauses, nun auch mit der farbigen Wiedergabe des städtischen Wappens „in heraldisch akurater Form”, sagt der Bürgermeister.

Das breite Transparent ist eine technische Meisterleistung - ausschließlich für diesen Platz am Rathaus geschaffen. Das Grundgerüst aus Stahl ist mit Spezialdübeln ins Mauerwerk eingelassen worden. Es trägt in sechs Elementen eine durchgängig scheinende Folie von vier Millimeter Stärke. Dahinter liegt eine knapp ein Zentimeter dicke Schicht aus Polyurethan. Diese chemische Verbindung verfestigt sich ähnlich wie bekannter Bauschaum mit Glasfasern.

So erklärt es Josef Esser. Der Geschäftsführende Gesellschafter der ZenTec GmbH weiß um die Vorteile des Werkstoffs, dessen Musterstück jetzt den Publikumseingang des Rathauses ziert. Über den Fassadenbau hinaus sieht Josef Esser große Zukunft für Folien-Polyurethan in der Automobilfertigung wie auch in der Sanitärausstattung. Denn das Material ist robust, wetterbeständig ohnehin. „So etwas für die Ewigkeit”, lacht Josef Esser.

Dessen gute Laune teilt Ulrich Berners. Sein Unternehmen LBBZ (Laser Bearbeitungs- und Beratungszentrum NRW GmbH) hat den alphabetischen Teil des Projekts beigetragen. Für die sieben großen Buchstaben auf der Trägertafel wurde eigens ein Computerprogramm geschrieben, nach welchem ein Laser die Lettern aus einer Platte von Edelstahl schnitt. Die Buchstabenfolge wurde schließlich durch die Polyurethanschicht hindurch in der Trägerkunstruktion verankert.

Signal der Verbundenheit

Für Geschäftsführer Berners eine interessante Erfahrung, wie zwei ortsansässige Unternehmen in der Kunststoff- und Metallverarbeitung zusammenarbeiten können.

Und in dieser Kooperation liege auch „ein Signal”, sagen die beiden Unternehmer. Josef Esser und Ulrich Berners sehen in dieser materiellen Schenkung auch „einen hohen symbolischen Wert für die Stadt”, in der sie ihre Dienstleistung anbieten. Ein Profit für alle, anerkennt Thomas Fiedler. Denn hinter dieser „vorzeigbaren Referenz” für das Produkt, so Josef Esser, steckt die Verbundenheit zur Stadt Geilenkirchen.
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