Wildpark Gangelt: Elch-Junge heißen Tilda und Elvin

Von: Marie Eckert
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Namensgeberin Marion Zander freut sich über Freikarten für den Wildpark, als Vorgeschmack gab es schon einmal eine kleine Führung mit Tierpfleger Florian Wilde. Foto: Marie Eckert

Gangelt. Bei richtigem „Elchwetter“ hat der Nachwuchs im Wildpark Gangelt offiziell seine Namen verliehen bekommen: Elvin und Tilda heißen die Zwillinge nun. Die beiden sind inzwischen fast vier Monate alt und erfreuen sich bester Gesundheit, immer unter den wachsamen Blicken der Elcheltern Jette und Olaf.

„Elchwetter“ – so beschreibt Tierpfleger Florian Wilde das nicht allzu warme und leicht regnerische Wetter. „Denen ist es hier in Deutschland eigentlich viel zu warm“, sagt er. In freier Wildbahn werden die Tiere bis zu 25 Jahre alt, in Gefangenschaft kann es auch mal mehr werden, sagt Wilde.

Ob es sich bei den Jungen um Männlein oder Weiblein handelt, ist aus der Ferne erst ab einem Alter von einem Jahr erkennbar – aus der Nähe womöglich schon jetzt, sagt Wilde. Mutter Jette aber lässt niemanden in die Nähe: Sie verteidigt ihre beiden Kälber. „Es ist aber auch nicht wichtig, welches Geschlecht sie haben“, sagt Wilde. Und falls Tilda sich doch als Männchen entpuppen sollte, muss eben leicht nachgebessert werden.

Namensgeberin ist unsere Leserin Marion Zander. Nach dem Aufruf in unserer Zeitung stöberte sie im Netz durch alle möglichen schwedischen Vornamen und entschied sich schließlich für Elvin und Tilda. „Das passt zu Jette und Olaf“, findet Wilde und hat die Wassenbergerin kurzerhand zur Siegerin des Namenswettbewerbs erklärt.

Zander freut sich nun über die ausgelobten Freikarten für den Wildpark, die sie gemeinsam mit ihrem Mann und den beiden Kindern einlösen wird. Bei der Kartenübergabe gab‘s mit einer Führung durch den Park schon mal einen kleinen Vorgeschmack.

Generell standen bei den Namenseinsendungen typisch nordische Namen hoch im Kurs: Benni, Björn, Alma, Sven und Sverre waren zum Beispiel dabei. Aber auch von klassischen Namen – Betty und Bert – bis hin zu niedlichen geschlechtsneutralen Namen – etwa Plisch und Plum, Hip und Hop und Cato und Curly – waren viele kreative Einsendungen dabei.

Übrigens: Obwohl die Kälber Zwillinge sind, sind sie leicht auseinanderzuhalten. Noch immer ist eins der Tiere – das, das jetzt Elvin heißt – deutlich größer als das andere. Schlimm ist das aber nicht, über die „kritische Phase“ seien beide Tiere aller Voraussicht nach hinaus, sagt Wilde.

Zwei Jahre bleiben die putzigen Paarhufer mit ihren Eltern im Wildpark, dann, so erklärt Wilde, wird sich zeigen, ob das Gehege ausreichend ist und die vier Tiere sich weiterhin vertragen.

Bald steht bei Tilda und Elvin erst einmal eine optische Veränderung an: Der erste Fellwechsel bringt dem momentan hellbraunen Elchnachwuchs das charakteristische dunkelbraune Fell – die erste Etappe auf dem Weg zum Erwachsenwerden ist dann schon geschafft.

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