Gangelt-Hastenrath - Wildenrath-Flugshow im Modell

Wildenrath-Flugshow im Modell

Von: agsb
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Lena Scheeren, Jan Bounell und Marc Ervens haben die Leidenschaft zum Modellbau entdeckt, ließen sich in Hastenrath über die Schulter schauen. Foto: agsb

Gangelt-Hastenrath. Zur großen Flugshow hat der Modellbauverein Ikarus aus Gangelt geladen. Denn in einer Ausstellung, die in der Hastenrather Bürgerhalle gezeigt wurde, war das Wildenrather Spektakel im Mini-Format zu sehen. Entsprechend groß war das Interesse der zahlreichen Besucher an den Modellfliegern.

„Hinter jedem Flugzeugmodell verbirgt sich seine eigene Geschichte“, sagte Heinz Dieken, Vorsitzender der Modellbaufreunde Gangelt, mit Blick auf die kleinen Flugzeuge.

Ein solche erklärte ein Modellbauer am Nachbartisch einem Gast. Gegenstand des Gesprächs war eine USA-Fliegerflotte, die fast im kalten Krieg um Berlin zum Einsatz gekommen wäre, aber dann doch zum Glück aller Beteiligten am Boden bleiben musste. Eine andere Geschichte erzählt das Modell einer B17 im Eingangsbereich der Ausstellung.

Das Flugzeug steht symbolisch für die einstige Festung der US-Streitkräfte im zweiten Weltkrieg. Diese Maschine wurde erstmals in Hastenrath ausgestellt und war gleich im Eingangsbereich ein Hingucker.

Vom geschichtlichen Wissen der Modellbauer konnten sich die Besucher der Ausstellung zu Genüge überzeugen. „Wir versuchen diese Geschichte im Modellbau mit einzubauen und versuchen dieses Modell dann naturgetreu nachzubauen“, erklärt Dieken. Dafür seien alle Informationen wichtig, die die Modellbauer sammeln könnten. Neben den Flugzeugen wurden unter anderem auch Automodellen, Militärfahrzeuge sowie Schiffe präsentiert.

Highlight der Ausstellung war jedoch die Wildenrather Flugshow aus dem Jahr 1969. Den Hangar hatte Modellbauer Martin Kunz aus Gerderath auf der Bühne nachgebaut, das er dort erstmalig der Öffentlichkeit präsentierte. Mit der Arbeit an diesem Projekt hat er im Jahr 2007 begonnen. „Als neun Jähriger erlebte ich diese Flugshow in Wildenrath mit“ sagt er.

Dieses Interesse an der Fliegerei, das durch die Nähe zum Wildenrather Flughafengelände begründet ist, führte auch dazu, dass er sich für den Modellbau interessierte. Flugzeuge nachzubauen, wurde sein Steckenpferd. Um den Hangar nachbilden zu können, musste er ihn zunächst vermessen. Bei den Details half ihm ein Flugtagheft , das schon in seiner Kindheit eine bedeutende Rolle für ihn gespielt hatte.

Ohne ein gutes Netzwerk im Modellbau wäre diese Nachbildung jedoch nicht möglich gewesen. „Die Beziehungen müssen vorhanden sein“, sagt Kunz. Besonders haben ihn die englischen Modelle interessiert. Deshalb besorgte er einige Teile – wie kleine Flugzeuge aus den 1960er Jahren direkt von der Insel, um sie möglichst originalgetreu darstellen zu können. „Ich sehe dieses Werk jetzt selbst zum ersten Mal zusammengebaut“, sagt Kunz und fügt lachend hinzu: „gefällt mit recht gut.“

Doch nicht nur alte Hasen des Modellbaus, auch der Nachwuchs ließ es sich nicht nehmen, sein Können zu präsentieren. Jan Bounell, Marc Ervens und Lena Scheeren aus Stahe-Niederbusch zum Beispiel haben im Modellbau ein neues Hobby gefunden.

„Das ist besser, als nur vor der Glotze zu hängen“, sagt Bounell. Dass es Spaß macht, an den kleinen Modellen zu basteln, waren sich alle drei einig und ließen sich nicht von den interessierten Besuchern der Ausstellung aus der Ruhe bringen.

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