Wiese mit jungem Obstgehölz bekommt auch Windschutz

Von: lyn
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Richtiger Schnitt von Obstbäu
Richtiger Schnitt von Obstbäumen will gekonnt sein - die Naturfreunde gaben mit Expertenhilfe den Interessierten wertvolle Tipps. Auf der Wiese wurden zudem Neupflanzungen vorgenommen. Foto: agsb

Gangelt. Vor rund einem Jahr hat der Nabu-Ortsverband Rode-/Saeffelbach/Kitschbachtal im Grunde ein Angebot des Gangelter Bürgermeisters Bernhard Tholen beim Schopf gepackt.

Entlang der Verbindungsstraße zwischen Gangelt und Mindergangelt gab die Gemeinde eine Wiese als „Naturausweichstelle” frei. Die Naturförderer füllten das Angebot sogar noch aus.

Diese Wiese im Gewerbegebiet West war lange als Obstwiese bekannt. Der Ortsverband versprach, sich um das Terrain zu kümmern, und das Projekt „Streuobstwiese” wurde in Angriff genommen. Sieben neue Obstgehölze wurden im vorigen Frühjahr gepflanzt. Die Naturfreunde setzten weiterhin deutliche Zeichen und schufen durch Menschenhand einen kaum bezahlbaren ökologischen Wert.

Am vergangenen Wochenende waren wieder rund 35 Personen auf der Streuobstwiese aktiv, auch Mitstreiter aus den Gangelter Einrichtungen wurden begrüßt. Ob mit Spaten, Schaufel, Schubkarren, Drahtschere, Seitenschneider und Kneifzange, Draht und sogar Rolladengurten zur Baumbefestigung, alle Personen stellten sich ehrenamtlich in den Dienst der Natur und schritten zur Tat. Die rund 40 Obstbäume wurden allesamt unter fachmännischer Anleitung durch die Baumschule Barkowski beschnitten. Die Experten hatten zum zweitätigen „Schnittkurs” eingeladen, und daran zeigten viele Menschen Interesse, machten mit bei der großen Aktion des Nabu-Ortsverbandes.

Wobei übrigens nicht nur die verschiedenen Obstbäume am Tage geschnitten wurden. Auch drei neue, gespendete Mirabellenbäume wurden von Dr. Heiner Breickmann gesetzt. Es war schon schweißtreibende Arbeit angesagt. Das Erdloch musste ausgehoben werden, im Loch dann Draht angebracht und neben dem Baum jeweils Hölzer zur Bestfestigung durch eben die alten Rolladengurte in den Boden geschlagen.

Auch hier standen die Experten mit Rat und Tat zur Seite, erklärten jeden Schritt zum Pflanzen eines Oberbaumes. „Der Ertrag aus dem Vorjahr war nicht schlecht”, lachte das Herz von Franz Oschmann, Vorsitzender des Ortsverbandes. Immer wieder warfen die Naturfreunde einen Blick in die Steinkautzröhre, die war an einem Baum befestigt. „Man müsste eine Taschenlampe haben, um zu sehen, ob eine kleiner Steinkautz in der Röhre sitzt.”

Aber der Wunsch der Nabu-Freunde war vergebens, eine Lampe hatte keiner im Gepäck. Doch es wurden weitere Nistkästen für die Vogelwelt angebracht. Und da die Wiese einem starken Westwind ausgesetzt ist, soll eine neue Hecke zudem für Schutz sorgen. Deshalb wurden rund 100 Weißdornpflanzen unter anderem ins Erdreich gepflanzt. Die Nabu-Freunde dankten besonders einem Anwohner, der in einer Regentonne Wasser zur Verfügung stellte. Denn Wasser ist schließlich für eine aufgepeppte Bepflanzung lebenswichtig.
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