Wie oft wird die Müllendorfer Brücke genutzt?

Von: st
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Geilenkirchen. Sanieren? Abbrechen? Sperren? Eines steht fest: Im derzeitigen Zustand kann die Wirtschaftswegebrücke über die Bahnlinie zwischen Müllendorf und der K24 nicht mehr lange vom landwirtschaftlichen Verkehr genutzt werden.

Dies hat eine Untersuchung im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Brückenprüfungen ergeben. Für eine Sanierung hat die Firma Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH, die die Brücke geprüft hat, Kosten in Höhe von 301.500 Euro veranschlagt.

Gleichzeitig hat sie drei Alternativen vorgelegt: Die Sanierung der Brücke bei gleichzeitiger Abstufung auf eine Nutzung nur für Radfahrer würde Kosten in Höhe von 96.500 verursachen.

Ein Abbruch der kompletten Brücke inklusive der Pfeilerfundamente an der Bahntrasse würde mit 154.000 Euro zu Buche schlagen, bei einem Abbruch der Brücke ohne Beseitigung käme die Stadt mit 126.000 Euro hin.

Angesichts der hohen Kosten von über 300.000 Euro hatte sich die Verwaltung gegen eine komplette Sanierung und für einen Abriss der Brücke ausgesprochen, zumal auch die Landwirtschaftskammer NRW, Kreisstelle Heinsberg, mitgeteilt hatte, dass eine Beseitigung der Brücke zu keiner erheblichen Beeinträchtigung für den landwirtschaftlichen Verkehr führen werde.

Auch eine vierte Alternative ist möglich: Eine Sperrung der Brücke würde lediglich rund 15.000 Euro kosten.

Auch in der jüngsten Ratssitzung entschied man sich für keine Variante. SPD-Fraktionschef Horst-Eberhard Hoffmann war eine Komplettsanierung zu teuer und wollte die Brücke so saniert wissen, dass sie noch von Radfahrern und Fußgängern genutzt werden kann. „Das ist die beste Alternative. Die Brücke ganz sperren, ist die schlechteste. Die Bevölkerung nimmt die Brücke an”, sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden.

„96.000 Euro sind auch viel Geld”, meinte CDU-Fraktionsvorsitzender Wilhelm-Josef Wolff und schlug vor, im Frühjahr zu untersuchen, wie stark sie genutzt wird. Dann könne man immer noch eine Entscheidung treffen. Dem stimmte der Rat zu.
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