Wie kommt das „T“ ins Wappen?

Von: mabie
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Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, Klaus-Dieter Kroll von der Raiffeisenbank Heinsberg, Eva Capelle als Initiatorin und Pfarrer Stephan Rüssel von der Kirchengemeinde St. Petrus freuen sich über die angebrachte Gedenktafel. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Vielleicht haben sich einige Menschen schon einmal über das dicke „T“ im Stadtwappen von Übach-Palenberg gewundert. Wie das „T“ ins Wappen kam und wie sich das Ganze mit der Stadt Thorn in den Niederlanden verbindet, erklärt nun auch eine an der Außenmauer der Pfarrkirche St. Dionysius in Übach angebrachte Gedenktafel, die feierlich enthüllt wurde.

„In Form von Denkmälern wird in unserer Stadt auf die Mäuseplagen, den Platschhonk oder die Mühle am heutigen Rathausplatz hingewiesen, aber an keiner Stelle wird auf die historische Verbindung der Stadt Übach-Palenberg mit der niederländischen Gemeinde Thorn erinnert“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch.

Auf Initiative von Eva Capelle aus Marienberg und Jürgen Klosa, Stadtschreiber und Heimatforscher, der für die textliche und optische Ausgestaltung der Plakette gesorgt hat, wird nun auch offiziell an die historische Verbindung zwischen Übach-Palenberg und Thorn erinnert.

„Die bis 1935 selbstständige Gemeinde Übach gehörte politisch mindestens vom 12. Jahrhundert bis 1793 zur Abtei Thorn (heute NL) und wurde von den dortigen Grundfrauen regiert. Das „T“ im Wappen der Stadt Übach-Palenberg erinnert an diese Tatsache. Im Jahre 1436 erhielt Übach als zudem ein Schöffensiegel. Dies stellt eine sichtbare Aufwertung des Rechts zur Abhaltung der unteren Gerichtsbarkeit dar“, steht dort zu lesen.

Pfarrer Stephan Rüssel von der katholischen Kirchengemeinde St. Petrus Übach-Palenberg dankte für das von der Raiffeisenbank Heinsberg gestiftete Denkmal. „Denn nur, wer die Geschichte kennt, kann die Zukunft gestalten“, so Pfarrer Rüssel. Er hat übrigens gleich mit den kommenden Erstkommunikanten einen Termin an der Tafel vereinbart, um auch etwas über die Kirchengeschichte im Ort zu vermitteln.

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