Geilenkirchen - „Wer will watt erben“: Quietschfidele Erbtante im Netz der Intrigen

„Wer will watt erben“: Quietschfidele Erbtante im Netz der Intrigen

Von: Markus Bienwald
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Raffinierte Pläne rund um Erbschaft, Geld und eine Hochzeit: Im Spinnen von Intrigen ist die reiche Erbtante mindestens genauso gut wie ihre Begleiterinnen. Foto: Markus Bienwald
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Der Lebemann freut sich schon auf das reiche Erbe der Tante. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Das mit dem Erben ist ja immer so eine Sache. Da ist zum einen derjenige, der etwas vererben will. Oder vererben muss, denn irgendwann naht das Lebensende, und man fragt sich ja unwillkürlich, was nun mit dem gesammelten Hab und Gut passieren wird. Und da ist die andere Seite, die der Erben.

Die reiben sich in bloßer Vorfreude auf das zu Erbende schon freudig die Hände, oder wissen noch gar nichts von ihrem Glück.

Von alledem hatte die Gillrather Theatergruppe Platte Schöpp am vergangenen Wochenende viel zu bieten. Zwei Mal standen sie auf der Bühne des Pfarrzentrums „Haus Vossen“, um das Stück „Wer will watt erben“ aus der Feder von Claudia Speel aufzuführen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die reiche, aber alleinstehende Erbtante, die eigentlich nur im Sinn hat, ihr Geld zusammenzuhalten. Doch bei all ihrem schwelgerischen Schwärmen und dem Kramen in alten Erinnerungen ist ihr klar, dass viele ihrer vielleicht doch nicht ganz so lieben Mitmenschen scharf auf ihr Erbe sind.

Ihrem treuen Butler verlangt sie dabei nicht nur viele Dienste ab, sondern auch der Ruf „Ich brauche einen Schnaps, nein zwei“ hallte ein ums andere Mal durchs Pfarrzentrum.

Dabei saß nicht nur die Erbtante im Zentrum des von Intrigen gesponnenen Netzes. Auch ein schöner Lebemann aus der Familie machte sich so seine Hoffnungen auf den Reichtum. Dem Ableben der Tante würde er dabei nachhelfen, wie er freimütig zugab. Doch die eigentlich quietschfidele Tante hat mit der etwas einfältigen Haushälterin noch ein Ass im Ärmel: Würde die nämlich den Lebemann heiraten, dann bliebe nicht nur das Geld in der Familie und unter Kontrolle, sondern auch die nicht ganz legale Dienstbeziehung würde auf ein solides Fundament gestellt. Was alles erlaubt war im Spiel ums liebe Geld, zeigten die Akteure Horst Jagmeng, Stephanie Beemelmanns, Helmut Romkartz, Sylvia Hodselmans, Sandra Buschmann und die Autorin Claudia Speel unter der tollen Regie von Alice Jagmeng.

Und der ausgeprägte Gillrather Lokalkolorit, die wunderbar gezeichneten und gespielten Figuren und der große Spaß, den das Stück machte, sorgten am Ende bei beiden Veranstaltungen für große Freude unter den Besuchern. Viel Spaß hatten sicherlich auch der „ChorRelatio“ und das Trommler- und Pfeifercorps Gillrath, die als Kooperationspartner für die beiden Veranstaltungen gerne bereitstanden.

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