Welche Straßen kauft Thomas Fiedler?

Von: Georg Schmitz
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Die Schüler der Janusz-Korczak-Schule und die Lehrerinnen Nina Frenken, Christiane Kappe und Christina Sparrer schauen Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler beim Spiel mit dem Monopoly über die Schulter. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Gehe los bis zur Rembrandtstraße”: Und schon konnte Bürgermeister Thomas Fiedler seine Steine drei Felder weiterrücken. Nun musste er sich nur noch entschließen, ob er besagte Straße kaufen wollte oder nicht.

Der Erste Bürger der Stadt Geilenkirchen beschäftigt sich während seiner Dienstzeit normalerweise nicht mit einem Monopolyspiel, jedoch war es an diesem Tag anders.

Elf Schülerinnen und Schüler der Janusz-Korczak-Schule machten nebst ihren Lehrerinnen Nina Frenken, Christiane Kappe und Christina Sparrer ihre Aufwartung und hatten dem Bürgermeister das Monopolyspiel als Geschenk mitgebracht. Bei Cola und Limo erklärten die Jugendlichen dem Verwaltungschef im kleinen Sitzungssaal, was es mit dem Brettspiel auf sich hat, während Fiedler neugierig einen Blick auf all die schön gestalteten Einzelteile warf. Im Kunstunterricht haben die Schüler der Janusc-Korczak-Schule unter Anleitung von Nina Frenken ein auf Geilenkirchen abgestimmtes Monopolyspiel hergestellt.

Vom Entwurf bis zur Fertigstellung dauerte es zwei Monate, denn es galt, zahlreiche Arbeitsgänge zu berücksichtigen. Die Schüler statteten das Brett aus Pappe mit den notwendigen Geilenkirchener Sehenswürdigkeiten, beziehungsweise Gebäuden sowie Straßen aus und überzogen es am Ende mit einer Schutzfolie. Ereigniskarten und Geldscheine mussten angefertigt und bemalt werden. Zum Schluss mussten auch noch die Figuren her, welche die Jugendlichen aus Salzteig herstellten.

In Zusammenarbeit mit Werkmeister Patrick Wassong zimmerten die jungen Künstler dann noch eine kleine Holzkiste, die nun die vielen Einzelteile des Monopoly aufnimmt.

Nur die Würfel wurden gekauft, alle anderen Teile stellten die Jungen und Mädchen in Kleinarbeit selber her. Die teuerste Straße beim Geilenkirchener Monopoly ist übrigens die Carl-Diem-Straße, die billigste ist die Rembrandtstraße. „Das ist in Geilenkirchen eigentlich umgekehrt”, bemerkte der Bürgermeister schmunzelnd, aber ein bestimmter Fraktionsvorsitzender werde sich jetzt freuen.

Thomas Fiedler erfuhr von den nicht ortsansässigen Schülern, dass sie täglich den Weg aus Erkelenz, Heinsberg, Hückelhoven, Übach-Palenberg und Wegberg auf sich nehmen, um die Schule in Geilenkirchen zu besuchen. Locker wurde über die Hobbys der Jugendlichen geplaudert, und das waren unter anderem „Breakdance” und „Parcour”, wobei letzteres das Überspringen von Mauern und Wänden bedeutet.

Veränderungswünsche

„Bundeswehrsoldat” stand als Berufswunsch bei den Jungs ganz oben und bei der Frage nach Veränderungswünschen in der Stadt meinte ein Schüler: „Wir wollen einen größeren McDonalds im Bahnhof, hier muss man manchmal zehn Minuten auf einen Cheeseburger warten.” Thomas Fiedler bedankte sich für das schöne Monopoly und hatte auch gleich eine tolle Idee: „Wie wäre es, wenn wir das Monopolyspiel versteigern und den Erlös dann zurück an die Schule geben?” Das schien nicht allen Schülern zu gefallen, aber so soll es nun kommen. „Ich werde meinen Tag jetzt damit verbringen, dass ich nur noch Monopoly spiele”, scherzte der Bürgermeister, worauf ein Schüler entgegnete: „Sie müssen aber auch mal arbeiten...”
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