Weiterhin keine Chance für weite Hosen im Ü-Bad

Von: mabie
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Die Kinder nutzten beim offiziellen Anschwimmen im Übach-Palenberger Ü-Bad freudig die große Doppelrutsche, die zwar nur ins Nichtschwimmerbecken führt, aber eine rasante Fahrt zulässt. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Zufrieden lächelte Sabine Maass, als sie kurz vor dem offiziellen Anschwimmen im weitläufigen Gelände des Ü-Bades noch ein letztes Mal die Wassertemperatur überprüfte. „20 Grad“, sagte sie kurz, und dann durften die ersten Freiwilligen sich nach Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch ins erfrischend kühle Nass werfen.

„Ich freue mich, dass so viele gekommen sind“, sagte der Erste Bürger. Ein Seitenhieb auf den volltourigen Wahlkampf? Im Wasser tummelten sich neben zwei Dutzend schwimmfreudiger Teenager beinahe ausschließlich aktive Wahlkämpfer. Denen machte der Sprung ins doch kalte Wasser offensichtlich wenig aus. Aber es wurde schon an der Zahl der Köpfe deutlich, dass das Wetter mit sonniger Ausstrahlung, jedoch kühler Auswirkung nicht allein für ein gelungenes Anschwimmen sorgte.

Für Sabine Maass und Team machte es keinen Unterschied, wer sich wie und warum im Wasser tummelte. Wichtig ist ihr, dass das Freibadgelände, das durch seine Lage und seine Einfassung aus jahrzehntealten Baumbeständen als eins der Schönsten der Region gelten darf, auch reichlich genutzt wird. „Wir hatten bisher ein gutes Jahr“, sagt sie, womit sie die Zeit der Hallenbadöffnung meint. Im Jahr davor seien durch die eiskalte Witterung die Besucher eher zu Hause geblieben, statt sich durch Eis und Schnee zum Bad zu kämpfen.

Aufgegeben haben offenbar die Badbesucher – ob in der Halle oder Open Air –, die sich der Übacher Badeordnung entgegen mit einer weiten Schwimmhose ins Bad werfen wollen. Hygienevorschriften im Bad, das sein Wasser teils aus einem Brunnen bezieht, sowie der Einsatz von viel weniger Chlor durch weniger Verschmutzung sprechen laut der erfahrenen Schwimmmeisterin gegen diese Art der Schwimmbekleidung. „Diese Kundschaft kommt gar nicht mehr zu uns“, weiß Sabine Maass aus Erfahrung.

Darauf ruht auch die Aussage, dass sie im Vergleich zu anderen Frischluftbädern in der Region keinen Sicherheitsdienst braucht, um den Menschen das Schwimmen draußen zu ermöglichen. Ob ein Zusammenhang zwischen den Hosen und dem Gebaren der Gäste besteht, weiß sie nicht, freut sich aber über den ruhigen Freibadbetrieb. „Darüber sind wir sehr glücklich“, sagt sie.

Und während ihr Blick noch einmal über die sich langsam wieder glättenden, mittelblauen Wogen des großen Außenbeckens streifte, nutzten auch die letzten Freiluftschwimmer die Chance, sich im wärmenden Bademantel wieder in das Hallenbad zu bewegen. Zum Aufwärmen, hauptsächlich, und vielleicht auch, um die Form der anderen Wahlkämpfer im Auge zu behalten.

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