Weiterhin günstige Wochenendtarife für das Ü-Bad

Von: Manfred Hahn
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Im Ü-Bad wird es auch in Zukunft günstige Wochenendtarife geben. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Für das Ü-Bad – Hallenbad und Außengelände – wird es auch künftig günstige Wochenendtarife für Erwachsene und Jugendliche geben. Der Stadtrat lehnte damit einen Vorschlag der Verwaltung, welche die Wochenendkarten ersatzlos streiche wollte, ab – und das, obwohl die Mehrheit aus CDU und UWG noch im Haupt- und Finanzausschuss grünes Licht für die Änderung gegeben hatte.

Für die SPD hatte zunächst Sascha Derichs die Ablehnung des Verwaltungsvorschlags begründet. Der Wegfall des Wochenendtickets werde negative Auswirkungen auf die Attraktivität des Bades haben, sagte er. Übach-Palenberg wäre dann im Umkreis von rund 30 Kilometern das einzige Bad ohne soziale Komponente für Familien und Jugendliche.

Er schlug statt der Streichung eine moderate Erhöhung vor. Dieser Argumentation folgte auch Rainer Rißmayer für die Grünen, während sich CDU-Sprecher Gerhard Gudduschat und Corinna Weinhold für die UWG für den Verwaltungsvorschlag aussprachen.

Die Wende brachte die Anfrage von Tim Böven (SPD), der nach dem Verwaltungsaufwand für die Einrichtung neuer Wochenendtarife am Ticketautomaten fragte. Dieser Aufwand sei gering, räumte für die Verwaltung Bauamtsleiter Achim Vogelheim ein, während Beigeordneter Helmut Mainz erklärte, mit der Streichung der Wochenendtarife wolle man die Besucherströme regulieren, also für die Wochenenden verringern.

Die Argumentation der Verwaltung brachte Herbert Fibus (SPD) hörbar auf die Palme- „Was hat die Verwaltung geritten?“, müsse man die Verwaltung nach solchen Argumenten fragen, so Fibus, und sein Fraktionskollege Sascha Derichs ergänzte, er höre zum ersten Mal, dass sich eine Verwaltung gegen die Bürger entscheide.

Auch die CDU wurde nachdenklich. Man sei von einem höheren Verwaltungsaufwand ausgegangen, sagte ihr Sprecher Gerhard Gudduschat und bat um eine Sitzungsunterbrechung zur Beratung.

Die kurze Beratung brachte die CDU zu einem neuen Vorschlag. Demnach soll der Wochenendtarif bleiben und bei den Erwachsenen künftig 2,70 Euro (vorher 2,50) und den Jugendlichen 1,70 Euro (vorher 1,50) betragen. Das sei genau das, was auch seine Fraktion gewollt habe, sagte Tim Böven für die SPD.

Der Rat akzeptierte mit dieser Änderung schließlich einstimmig die neue Gebührenordnung für das Bad; an der grundsätzlichen Notwendigkeit von Gebührenerhöhungen hatte es keine Zweifel gegeben, zumal die letzte Anpassung 2010 vorgenommen worden war.

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