Weinfest und Nikolausmarkt: „Zugpferde” fahren Verluste ein

Von: Georg Schmitz
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Die Vorsitzende des Aktionskre
Die Vorsitzende des Aktionskreis Geilenkirchen, Dr. Rita Freches-Heinrichs präsentierte ein Element der kommenden Weihnachtsbeleuchtung, welche die City schon in diesem Jahr in neuem Glanz erstrahlen lässt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Viel zu diskutieren gab es bei der ersten Mitgliederversammlung 2011 des Aktionskreises (AK) Geilenkirchen im Hotel Jabusch. Im Laufe der rund dreistündigen Veranstaltung wurde auch die neue Weihnachtsbeleuchtung vorgestellt, die bei allen Anwesenden auf Akzeptanz stieß.

AK-Vorsitzende Dr. Rita Freches-Heinrichs ging eingangs auf die zurückliegenden Aktivitäten des Aktionskreises ein und hob dabei das Weinfest und den Nikolausmarkt als erfolgreiche Highlights hervor. Auch die Autoausstellung im März 2011 brauche trotz Beeinträchtigung durch die Baumaßnahme keine Vergleiche mit den Veranstaltungen in der Nachbarschaft zu scheuen.

Gerbergasse macht Sorgen

Bei allen innerstädtischen Veranstaltungen bereite aber nach wie vor die Belebung der Gerbergasse Sorgen, hierfür würden vernünftige Lösungsansätze gesucht.

Erfreuliches konnte Rita Freches-Heinrichs mit Blick auf die Mitgliederzahlen zu vermelden hier sei der Bestand mit 158 Mitgliedern konstant geblieben. Allerdings sei festzustellen, dass sich die Zunahme an Neumitgliedern deutlich verlangsamt habe. Die Werbung neuer Mitglieder gestalte sich aufgrund der Leerstände, Bausituation, Imageverluste und begrenzten Ressourcen immer schwieriger. „Wir hoffen, dass zum Jahresende mit Beendigung der Baumaßnahmen in der Innenstadt und der Eröffnung des Einkaufszentrums ein Umschwung zum Besseren einsetzt”, sah Dr. Freches-Heinrichs positiv in die Zukunft.

Es folgten die Berichte von Schatzmeister Arno Plum und der einzelnen Arbeitsgruppen sowie ein Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen. Dabei wurde deutlich, dass die beiden erfolgreichsten Events, das Weinfest und der Nikolausmarkt, gleichzeitig die größten „Verlustgeschäfte” sind. Das Weinfest schlage mit einem Minus von rund 5000 Euro, der Nikolausmarkt mit einem Minus von rund 9000 Euro zu Buche. „Ziel ist nicht der Gewinn, wir wollen attraktive Feste in Geilenkirchen anbieten, welche die Menschen anziehen”, nannte Freches-Heinrichs den Grund für die Weiterführung der publikumsträchtigen Veranstaltungen. Jörg Stamm warb dafür, dass Weinfest und Stadtfest zukünftig getrennt voneinander durchgeführt würden. „Das Weinfest hat aufgrund des großen Erfolges jetzt schon ein Alleinstellungsmerkmal”, sagte Stamm. Das sahen die anwesenden Mitglieder genauso.

Negatives hatte Geschäftsführer Rüdiger Strübig zu vermelden: „Es wird so sein, dass die Gewerbefeste in Zukunft nicht mehr stattfinden.” Mangels Beteiligung werde auf die Gewerbefeste in den nächsten Jahren verzichtet, allerdings bleibe es jedem dortigen Betrieb selber überlassen, eigene Feste zu veranstalten. Lange diskutierten die Mitglieder über eine Verbesserung der Imagewerbung für den Aktionskreis, denn viele Menschen wüssten nicht, was der AK mache. Als positiv wurde in diesem Zusammenhang der neue Internetauftritt des Aktionskreises bei Facebook angesehen.

Das von der Politik in der letzten Ratssitzung aufgeworfene Thema „Parkraumbewirtschaftung” nahm ebenfalls breiten Raum bei der Versammlung ein. „Wir wollen ausloten, wie das hier im Aktionskreis gesehen wird”, sagte Ratsmitglied und Geschäftsmann Uwe Eggert. Die Anwesenden konnten sich durchaus mit Parkgebühren in der City anfreunden, allerdings wenn es eine moderate Gebühr sei und es eine „Brötchentaste” gebe. Als Brötchentaste wird ein etwa 20-minütiges kostenfreies Parken bezeichnet, damit ein Kunde schnell seine Brötchen kaufen oder einen kurzen Einkauf tätigen kann. Viele der Geschäftsleute plädierten dafür, das Parken in Geilenkirchen stärker zu überwachen und rigoros „Knöllchen” zu verteilen. Dann würden die Parkplätze auch nicht mehr von Dauerparkern und Bediensteten der umliegenden Arztpraxen und Geschäfte belegt.

Ein alle interessierendes Thema war die neue, über 30.000 Euro teure LED-Weihnachtsbeleuchtung. „Die Vorbereitungen zur Anschaffung der Weihnachtsbeleuchtung laufen planmäßig. In diesem Jahr wird Geilenkirchen zur Weihnachtszeit erstmals in neuem Glanz erstrahlen”, brachten die AK-Vorsitzende und der „Weihnachtsbeleuchtungsbeauftragte” Jörg Stamm ihre Freude zum Ausdruck. Die Anschaffungskosten würden sich im Laufe der Jahre weitestgehend amortisieren, denn die LED-Technik zeichne sich durch einen merklich geringeren Stormverbrauch aus. Außerdem sei der Arbeitsaufwand bei der Installation nicht so hoch.

Die Erleuchtung am Abend

Den Mitgliedern kam schon bei der Versammlung die „Erleuchtung”, denn Rüdiger Strübig hatte ein neues Element besorgt und setzte dies in Szene. Erleuchtete Sterne bilden den Mittelpunkt der Elemente, die rechts und links der Straßen auf neuen Masten von etwa Dohmens Eck bis zur Alten Poststraße, in Haihoverstraße, Gerbergasse und Herzog-Wilhelm-Straße bis Kornmühle installiert werden. Der Kreisverkehr im Zentrum soll hierbei deutlich hervorgehoben werden. Der Aktionskreis solle sich die Option offen halten, die Weihnachtsbeleuchtung zu einem späteren Zeitpunkt weiter auszubauen, aber „wir müssen irgendwo mal starten”, so Jörg Stamm.
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