Gangelt - Wein und Wasser, Buch und Film: Unterhaltsames in der Friedenskirche

Wein und Wasser, Buch und Film: Unterhaltsames in der Friedenskirche

Von: a.s.
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Pfarrerin Anja Fresia gab Hörproben aus drei Büchern und zeigte Filmauschnitte aus den Verfilmungen dieser Werke. Foto: Andrea Schever

Gangelt. Mit Brot, Wasser und Wein begrüßte Anja Fresia, die Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Gangelt, Selfkant und Waldfeucht, die Gäste zu einem Abend mit dem Thema „Buch und Film” im Vorraum der Friedenskirche Gangelt.

An diesem Abend, so erkläre sie, wolle sie drei Bücher und zu zweien die entsprechenden Verfilmungen vorstellen. Dazu standen Leinwand und Beamer bereits im Raum. Vor der Vorstellung des ersten Buches jedoch sprach sie noch ein paar einleitende Worte zur Idee des Abends. Anja Fresia erklärte, dass es in Weisweiler-Dürwiß, wo sie vor ihrem Wechsel nach Gangelt tätig war, solche Abende (wenn auch ohne den Zusatz des Filmes) in dreimonatigen Abständen gegeben habe.

Das Literarische Viertel, bestehend aus Gemeindegliedern, leitet dieses Projekt bereits seit sechs Jahren und stellt, wie die Pfarrerin nun auch in Gangelt, an jedem dieser Abende drei Bücher vor, von denen sie denken, dass sie nicht nur ihnen, sondern auch anderen gefallen könnten. Von dieser Idee angetan, dachte Anja Fresia sich nun also, könne man solche regelmäßigen Treffen auch hier einführen.

Somit trat sie in mit Werken von José Saramago,Tracy Chevalier und Alice Sebold gewappnet vor die wartenden Gäste und versprach, dass es an diesem, von zwei kleinen Pausen unterbrochenen Abend, „nicht nur etwas zum Sattessen, sondern auch etwas zum Sattsehen und -hören” geben werde. Diesem Anspruch wurde sie auch gerecht: Als erstes Werk stellte sie „Das Mädchen mit dem Perlenohrring” von Tracy Chevalier vor, das sich um die Entstehung von Jan Vermeers Gemälde rankt. Neben dem Vorlesen der ersten Seiten und einiger anderer Textstellen, deren Bedeutung im Buch sie jeweils kurz erläuterte, gab Anja Fresia die erste Sehprobe des Abends aus der gleichnamigen Verfilmung von 2003.

Daraufhin bot sich die Möglichkeit, Fragen oder Eindrücke zu dem gerade Gehörten und Gesehenen in der Runde zu äußern, bevor es nach einer Pause mit dem nächsten Werk weiterging. Dieses war von José Saramago und hieß „Die Stadt der Blinden”. Auch hier gab es einige Hörproben, die, wie zuvor angekündigt, zeigten, dass dieser Roman anspruchsvoller und komplexer ist, als der ihm vorrausgegangene historisch-fiktionale. Die schwierige Handlung von der Beschreibung dessen, zu was sich Menschen entwickeln, wenn sie kollektiv erblinden und ein ganzes Land im Chaos versinkt, wurde, wie viele fanden, in dem Film gut umgesetzt.

Das dritte und wohl den meisten Gästen präsenteste Buch war Alice Sebolds Roman „In meinem Himmel”. Da die Verfilmung dieses Werkes jedoch noch so neu ist, konnte kein Filmausschnitt vorbereitet werden. Dennoch schaffte es die Pfarrerin, einige zu dem Entschluss zu bewegen, sich dieses Buch schnellstmöglich zu kaufen.

Der kurzweilige Abend war ein Anfang auf dem Weg, dem Beispiel aus Weisweiler zu folgen. Für das nächste Treffen, das für den 24. Juni geplant ist, erhofft sich die Pfarrerin noch ein paar weitere Gäste und wünscht sich, dass nicht nur sie, sondern auch einige andere Bücherfreunde das Vorstellen verschiedenster Werke übernehmen. Wer Interesse hat, kann die Pfarrerin kontaktieren.
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