Gangelt/Geilenkirchen/Übach-Palenberg - Weihnachtskisten: Die Kuscheltierparade wartet schon

Weihnachtskisten: Die Kuscheltierparade wartet schon

Von: Markus Bienwald
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In Übach-Palenberg gab es sogar eine ganze Kuscheltierecke, die bei den Ehrenamtlern der Tafel natürlich auch ganz hoch im Kurs stand. Foto: Markus Bienwald
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Immer wieder reichten Spender bei der Tafelannahmestelle in der evangelischen Kirchengemeinde in Geilenkirchen-Hünshoven ihre Kisten an die hier schön verkleideten Helfer weiter. Foto: Markus Bienwald
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Sie sorgten mit ihrem Strahlen für ein gutes Gefühl bei der Abgabe von Tafel-Paketen in Tüddern (v.l.): Christel Latour, Karin Herper und Josefine Deckers. Foto: Markus Bienwald

Gangelt/Geilenkirchen/Übach-Palenberg. Richtig was los war am Dienstag bei den offiziellen Annahmestellen für die von unserer Zeitung unterstützte Weihnachtskisten-Aktion der Übach-Palenberger Tafel. Der in der ehemaligen Zechengemeinde gegründete Verein hatte dabei einen echten Großeinsatz: Ständig fuhren Autos an und ab, Menschen brachten Kisten und Päckchen zur Tafel und waren dann schnell wieder weg.

Nur in Gangelt zeigte sich beim Blick in die sonst zu dieser Aktion immer genutzte Friedenskirche gähnende Leere. Draußen stand zwar ein Lieferwagen der Tafel, doch drinnen wurde gerade der Tisch für den anstehenden Seniorennachmittag eingedeckt. „Leider haben sich die Planungen ein wenig überschnitten“, meinte Karin Herper dazu, die sonst in Gangelt das Ganze organisiert.

Am Annahmetag trafen sie die Spender in der Ausgabestelle in Selfkant-Tüddern. Dort ist es zweckmäßig eingerichtet, doch heißer Kaffee und die große Herzlichkeit von Karin Herper, Josefine Deckers und Christel Latour, die hier ehrenamtlich tätig sind, lässt jeden Turnhallencharme gleich vergessen. Gut 20 Kisten stapeln sich entlang der Fensterreihe, „ich bete darum, dass es noch mehr werden“, sagt Karin Herper. Pessimismus ist nicht ihr Ding, schnell schiebt sie ein „der Tag ist ja noch jung“ hinterher und serviert dampfenden Kaffee.

Während draußen an der Straße ein paar Spender die Autotüren schließen, freut sich das Tafel-Trio drinnen über die Spendenkisten. „Kaffee, Kuchen, Kekse, alles drin“, sagt Christel Latour nach einem prüfenden Blick in ein Paket. Und gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen freut sie sich, dass die Menschen immer noch gerne etwas abgeben.

Damit es bei der Ausgabe der Spendenkisten auch etwas zu lachen gibt, haben sich die Damen und Herren der Tafel in Geilenkirchen in ihrer Annahmestelle im Gemeindezentrum der evangelischen Kirchengemeinde in Hünshoven etwas ganz Besonderes ausgedacht. „Wir haben uns im Internet mit den Dingern hier eingedeckt“, sagt Karin Propierz und stülpt sich ein paar an einem Haarreif befestigte Sternchen über.

Die anderen an der großen Mittagstafel lachen, und damit die Herren nicht als Engelchen, sondern als Helfer des Weihnachtsmannes durchgehen, tragen sie schicke rotweiße Nikolausmützen. Die Spendenbereitschaft ist groß hier, „wir mussten sogar schon ein paar Kartons unter den Tischen platzieren“, sagt Karin Propierz, und auch Kirsten Kurzweg, die nur kurz als Besucherin reinschaut, freut sich.

Unterdessen sitzt Roswitha Bischhaus ein wenig auf den sprichwörtlichen heißen Kohlen. „Es ist jedes Jahr dasselbe“, sagt sie, während ihr Mann Dieter sich um die Koordination in der Annahmestelle im Carolus-Magnus-Centrum (CMC) in Übach-Palenberg kümmert. „Ich bin immer ziemlich nervös, ob es am Ende auch wirklich ausreicht“, so Roswitha Bischhaus, die Vorsitzende der Tafel. Doch am Ende ließen sie weder die unterstützenden Geschäftsleute wie beispielsweise Rewe im Stich, die mit eigens vorsortierten Tüten direkte Hilfe versprachen, noch die Privatspender.

Auch in Schulen wie beispielsweise dem Gymnasium wurde fleißig gesammelt, damit die Kunden der Tafel beim Abholtag auch etwas Schönes in ihren Kisten haben. „Besonders stolz sind wir natürlich auch auf unsere Kuscheltierparade“, sagt Roswitha Bischhaus. Und die Tische, auf denen sich besagte Tiere neben vielen weiteren Spielsachen stapeln, bogen sich schon um die Mittagszeit beinahe besorgniserregend. Damit gibt es dann nicht nur eine hoffentlich festliche Mahlzeit, sondern auch ein kleines Spielvergnügen zum wie immer prall geschnürten Paket.

Und nach der heutigen Ausgabe der Weihnachtskisten-Aktion darf sich Roswitha Bischhaus sicherlich wieder ein wenig entspannter fühlen.

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