Weihbischof Karl Borsch bei Geilenkirchener Tafel

Von: g.s.
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Ein herzliches Willkommen dem Aachener Weihbischof Karl Borsch (r.) in Geilenkirchen. Zur Visitation begrüßten ihn (v.l.) Pfarrer Peter Frisch und das Ehepaar Arno und Waltraud Krückel („Tafel“). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Hoher Besuch bei der Geilenkirchener Tafel: Weihbischof Karl Borsch schaute sich eine runde Stunde lang bei der Filiale der Übach-Palenberger Tafel in der Von-Harff-Straße um und geriet dabei in den Trubel eines Ausgabetages. „Der Weihbischof befindet sich derzeit auf Visitation in unserer Gemeinschaft der Gemeinden St. Bonifatius Geilenkirchen“ erklärte Pfarrer Peter Frisch.

Alle fünf Jahre kommt der Bischof oder Weihbischof in die Gemeinden und sieht sich kirchliche Einrichtungen und soziale Projekte, Schulen und Kindertagesstätten an. Beim vorigen Mal war es Bischof Heinrich Mussinghoff, der Geilenkirchen einen Besuch abstattete.

Mehrere Tage bleibt Karl Borsch nun in der Stadt, geht von Pfarre zu Pfarre. Am Morgen besuchte er den Kindergarten in Würm und die Realschule, bevor er am Nachmittag in die „Tafel“, die ehemalige Backstube, kam. Hier wurde Karl Borsch von Pfarrer Peter Frisch, Gemeindereferentin Ursula Dürnholz und der Vorsitzenden der Geilenkirchener Tafel, Waltraud Krückel, Arno Krückel sowie dem Vorsitzenden der Gangelter Tafel, Uwe Kunau, begrüßt.

Der Weihbischof erfuhr einiges über die Arbeit dieser Hilfsadresse, die über 500 Bedarfsgemeinschaften mit mehr als 1400 Personen unterstützt. Bei der Gangelter Tafel sind es 324 Gemeinschaften mit 815 Personen. Über Arge, Sozialamt, Wohngeldstelle und Rentenversicherung würde die Bedürftigkeit der Menschen ermittelt, deren Einkommen, auch Rente, nicht zum Leben reicht.

Waltraud Krückel setzte den Bischof über viele Details der Tafel in Kenntnis. In Geilenkirchen unterstützen 20, in Gangelt 24 ehrenamtliche Mitarbeiter die Arbeit der Einrichtungen. Karl Borsch erfuhr, dass täglich viele Geschäfte und SB-Märkte abgefahren würden und dort Lebensmittel bekommen, deren Haltbarkeitsdaten nicht den Ansprüchen einer wohlhabenden Gesellschaft entsprechen. Es sind aber auch Waren darunter, die wir entsorgen müssen“, berichtete Arno Krückel von schnell verderblichem Obst und Gemüse.

Zucker, Salz, Mehl, Eier, Milch, Joghurt und Konserven lagern im Hauptraum, den der Weihbischof auch anschaute. Ein Unternehmer aus Tripsrath hatte am Morgen eine Menge Kuchen gebracht, der bei einem Fest am Vortag übrig geblieben war. Karl Borsch nahm gerne davon, um sich von der Frische der Torte zu überzeugen.

Der Bischof war sich der Notwendigkeit dieser Einrichtungen bewusst, die vielen Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, hilft. Karl Borsch hielt sich noch eine Zeit unter den zahlreichen Frauen, Männer und Kinder auf, die für die Lebensmittel anstanden. Nach rund einer Stunde verließ Karl Borsch die Geilenkirchener Tafel und ließ sich in das Franziskusheim bringen. Dort will er die Nächte in der Zeit seiner Visitation verbringen.

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