Wechsel bei der Wasserversorgung: Aus medizinischer Sicht keine Beeinträchtigungen

Von: mh
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Übach-Palenberg. Das relativ große Zuhörerinteresse und die Präsenz des Kreises unter anderem mit Landrat Stefan Pusch und Dr. Karl-Heinz Feldhoff als Leiter des Kreisgesundheitsamtes signalisierte, dass es in der Übach-Palenberger Ratssitzung am Donnerstagabend um etwas Besonderes ging.

Das Thema war ein möglicher Wechsel bei der Wasserversorgung, über den allerdings in nichtöffentlicher Sitzung beraten wurde. Ein Antrag der SPD, das Thema öffentlich zu behandeln, wurde wie bereits im Haupt- und Finanzausschuss mehrheitlich abgelehnt.

Doch eine Anfrage der CDU-Fraktion, offenbar ausgelöst durch die Berichterstattung in unserer Zeitung, brachte das Thema zumindest teilweise auch in den öffentlichen Sitzungsteil. CDU-Sprecher Gerhard Gudduschat wollte von der Verwaltung wissen, ob die Wasserqualität leiden könne oder gar gesundheitliche Gefahren bestünden, wenn sich bei einem Versorgerwechsel die Fließrichtung in den Leitungen ändere oder sich mit neuem Wasser die chemischen Verhältnisse im Leitungssystem änderten. Das waren Befürchtungen, die Herbert Pagel vom derzeitigen Wasserversorger Enwor geäußert hatte.

Irritiert zeigte sich Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch vor allem darüber, dass Enwor-Geschäftsführer Herbert Pagel das Thema so öffentlich gemacht habe. Pagel hatte unter anderem die Übach-Palenberger Ratsmitglieder angeschrieben und seine Befürchtungen mitgeteilt. Ein solches Vorgehen habe er in 30 Jahren Tätigkeit in Führungspositionen noch nicht erlebt, sagte der Bürgermeister, das sei „zumindest unüblich“.

Nicht zum Verfahren, sondern zu den Befürchtungen selbst nahm Dr. Karl-Heinz Feldhoff als Leiter des Kreisgesundheitsamtes Stellung. Auch bei einem Wechsel des Wasseranbieters werde die Fließrichtung im Leitungssystem nicht geändert, also könnten dadurch keine Probleme entstehen, sagte Feldhoff. Und auch aus medizinischer oder ärztlicher Sicht sehe er keine nachteiligen Beeinträchtigungen.

Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung wurde schließlich der Bürgermeister mit einer Mehrheitsentscheidung beauftragt, weiter Verhandlungen zu führen mit dem Ziel, „den bei der Wasserversorgung erzielten Mehrwert in der Stadt Übach-Palenberg zu halten“, so Wolfgang Jungnitsch auf Nachfrage unserer Zeitung. Der bestehende Versorgungsvertrag läuft zum 30. Juni 2016 aus. Bisher, so der Bürgermeister weiter, fließen die Gewinne aus der Wasserversorgung in die Städteregion Aachen, die mit ihren Mitgliedskommunen das Versorgungsunternehmen Enwor betreibt.

Über die mögliche neue Form der Wasserversorgung kann man nach Auskunft des Bürgermeisters noch nichts sagen. Verpflichtend sei bei allen Verhandlungen die hohe Wasserqualität zu halten. „Vielleicht wird die sogar noch besser“, so Wolfgang Jungnitsch, und: „Vor allem das Geld bleibt in der Stadt!“

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