Wasserspaß auf der renaturierten Wurm

Von: mabie
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Ideengeber Wolfgang Jungnitsch (l.) freut sich gemeinsam mit Martina Waliczek vom Kulturamt der Stadt Übach-Palenberg und Profi-Tuber Hans-Jörg Koch auf den Wasserspaß auf der Wurm. Foto: M. Bienwald

Übach-Palenberg. Draußen mäandert sich die Wurm durch ihre neue Auenlandschaft, und drinnen denken die Menschen darüber nach, was sie mit der neu geschaffenen Natur anfangen können. Natürlich steht der Genuss der Landschaft im Vordergrund, die mit der in den 70er Jahren durchgesetzten Begradigung heimischer Fließgewässer den ursprünglichen Zustand zunichte machte.

Die Macher, die Stadt Übach-Palenberg und Fachmann Hans-Jörg Koch, ließen sich bei ihren Planungen über die Schulter schauen. In die Tube besser gesagt, denn das, was früher einmal mit aufgepumpten Schläuchen von Lkw-Reifen begann, ist heute professionell in Gummiringe umgesetzt.

„Wir wollen nächstes Jahr zu einer Spaßveranstaltung gerade in die neue Wurmlandschaft laden“, freut sich Martina Waliczek vom Kulturamt der Stadt. Sie hat damit eine Idee von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch umgesetzt, die dieser schon beim Neujahrsempfang angesprochen hatte. Damals schwärmte er von einer Kanu-Veranstaltung auf der Wurm, was sich im sportbegeisterten Übach-Palenberg ja wirklich anbiete. „Nun wird das mit den Kanus ja nix, aber die Tubes sind auch klasse“, freute Jungnitsch sich bei einem ersten Kennenlernen mit dem Veranstaltungsteam.

Dazu gehört auch Hans-Jörg Koch aus dem Selfkant, der professionell Tubes und Kanus vermietet und Touren anbietet. „Nicht im Selfkant, da haben wir kein Wasser“, meint er augenzwinkernd, aber die Wurm und auch die Rur seien ideal dafür. Bei der Frage nach den Kanus ging allerdings sein Daumen nach unten, „dafür ist der Fluss zu schmal“. Wenn sich nämlich eines der Sportboote querstellt, staut sich dahinter die Meute der anderen Teilnehmer.

So wird auf der schon durch die Stadt in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden und dem Wasserverband Eifel-Rur (WVER) abgesteckten, 800 Meter langen Strecke mit den Tubes gefahren. Die breiten Gummireifen sind mit Griffen und gegen das fließende Wasser abgeschottetem Boden ausgestattet. „Trotzdem müssen die Teilnehmer damit rechnen, dass sie nass werden“, sagt Koch. Die nasse Erfrischung bei dann hoffentlich bestem Sommerwetter wird dank der Unterstützung von Sponsoren übrigens wieder kostenfrei angeboten.

Die Kosten liegen, so hört man von Verwaltungsseite, in einem niedrigen fünfstelligen Bereich und erreichen in etwa die Höhe der bereits etablierten Übach-Palenberger Familientage. „Wir haben auch jede Menge ehrenamtlicher Helfer mit im Boot“, unterstreicht Martina Waliczek. So sorgen die fleißigen Männer vom Technischen Betrieb mit Pritschenwagen für den Transport der Tubes vom Ziel zum Start zurück; das Technische Hilfswerk ist auch dabei, die Freiwillige Feuerwehr ist mit helfender Hand und Leckerem vom Grill präsent.

Der Naturschutz ist auch ein Punkt, bei dem viele Helfer zum Einsatz kommen müssen. „Denn wir werden die Fläche ohne Müll oder sonstige Verunstaltungen hinterlassen“, ist sich Jungnitsch sicher. „Ohne den ehrenamtlichen Einsatz und ohne die Sponsoren wäre das natürlich nicht zu leisten“, sagt er schulterzuckend, denn das Stadtsäckel wird noch längere Zeit leerer bleiben, als ihm lieb ist. Einen Namen hat der Event auf der Wurm noch nicht. Aber das ist kein Problem, denn wer sich bis zum 31. Oktober bei Martina Waliczek mit einer pfiffigen Idee bewirbt, kann eine Kanu-Tour auf der Rur für zwei Personen gewinnen.

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