Wasserkonzession: Übach-Palenberg wird Gesellschafter bei Enwor

Von: jpm
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5,9 Prozent: so hoch ist der Anteil der Stadt Übach-Palenberg an der Versorgungsgesellschaft Enwor GmbH. Foto: Colourbox

Übach-Palenberg. Die Stadt Übach-Palenberg ist Gesellschafter bei der Herzogenrather Versorgungsgesellschaft Enwor GmbH geworden. Die Aufnahme in den Kreis der Gesellschafter ist laut Mitteilung der Stadtverwaltung von Donnerstag bereits notariell beurkundet, ins Handelsregister eingetragen und umfasst einen Anteil an dem Unternehmen von 5,9 Prozent.

Dass die Stadt in den Gesellschafterkreis aufgenommen werden soll, war bereits im Oktober vom Stadtrat im Zusammenhang mit der Vergabe der Wasserkonzessionen beschlossen worden und schon lange bekannt. Unklar war allerdings, wie sich die vom Kölner Landgericht erlassene einstweilige Verfügung gegen die Konzessionsvergabe hierauf auswirkt. Sowohl Stadt als auch Enwor hatten hierzu bislang keine Auskunft gegeben.

Nun zeigt sich: Die Aufnahme in den Gesellschafterkreis gilt auch unabhängig von der Konzessionsvergabe, was auch die negativen Auswirkungen des Gerichtsurteils auf die städtischen Finanzen deutlich abmildern dürfte. Denn trotz der unklaren Versorgungsfrage wird die Stadt schon im kommenden Jahr Gewinnausschüttungen erhalten. Solange der Konzessionsvertrag nicht zustande kommt, wird das Wasser allerdings weiterhin zu den alten, aus Sicht der Stadt deutlich ungünstigeren Konditionen geliefert.

Spurlos wird das Urteil also dennoch nicht am Haushalt vorübergehen. Wie von unserer Zeitung am Mittwoch berichtet, wird die Stadt am Düsseldorfer Oberlandesgericht Revision gegen das Kölner Urteil einlegen. Sollten die Konzessionen neu ausgeschrieben werden müssen und am Ende doch noch an einen anderen Versorger als Enwor gehen, würde die Stadt aus dem Kreis der Gesellschafter wieder ausscheiden.

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