Was der Sturm in Grotenrath genommen hat

Von: agsb
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Für Generationen an Grothenrather und auch Scherpenseeler Bürgern waren sie ein Wahrzeichen. Der Anblick der zerstörten Heidbäume trieb nach dem Sturm nicht nur Ortsvorsteherin Resi Hensen die Tränen in die Augen. Foto: agsb

Geilenkirchen-Grotenrath. Mit welcher Kraft die Naturgewalt am Donnerstagsabend über die Region hereingebrochen war, wurde erst am Freitagmorgen vollends sichtbar. Nicht nur finanziell, wegen der vielen Überschwemmungen und Verwüstungen, die nun beseitigt oder repariert werden mussten, sondern auch emotional gab es in einigen Ortschaften Liebgewonnenes zu beklagen.

Den Blick in Richtung Waldgebiet Scherpenseel-Grotenrath gerichtet, fällt jedem Ortskundigen gleich auf, dass da doch irgendetwas fehlt. Die drei Heidbäume, am Ortseingang von Grotenrath normalerweise mitten im Feld stehend, sind nicht mehr da. Sie waren über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg das Wahrzeichen Scherpenseels und auch des angrenzenden Grotenraths. S

chon die Urgroßväter hatten von den Bäumen erzählt, und so existieren viele Geschichten und sogar Gedichte, in denen die majestätischen Riesen eine Rolle spielen. Auch viele Wanderer legten hier gerne eine Rast ein. Resi Hensen, Ortsvorsteherin von Grotenrath, sah in den Heidbäumen gar ein Wahrzeichen, dass vor Vandalismus geschützt werden sollte.

„Wir hatten die Genehmigung der Landbeschaftsbehörde, um tätig zu werden“, so die Ortsvorsteherin am Freitagmittag mit Tränen in den Augen. „Per SMS erhielt ich dann die Nachricht, dass sich mein Problem mit den Heidbäumen durch Naturgewalt von selbst erledigt hätte.“

Blick vom Scheleberg

Doch nicht nur Resi Hensen, auch viele andere Einheimische blicken nun mit Wehmut vom Scheleberg aus zu den entwurzelten und abgeknickten Heidbäumen. Der Sturm hat sie genommen.

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