Was darf ein Bäumchen für den Bürgerwald kosten?

Von: st
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Geilenkirchen. Wie teuer darf ein Baum für den geplanten Geilenkirchener Bürgerwald sein? Wie tief muss der Bürger in die Tasche greifen, wenn er anlässlich von familiären Festtagen oder Ereignissen einen Baum spenden möchte? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Mittwochabend erneut der Haupt- und Finanzausschuss und kam erneut zu keinem Ergebnis.

Diese Frage wurde bereits in der Vergangenheit kontrovers diskutiert. Für die CDU war das auch am Mittwochabend eine klare Sache: „Die CDU geht jeden Preis mit, die Pflanzaktion muss aber kostendeckend sein“, argumentierte CDU-Fraktionschef Max Weiler. „Es kann nicht sein, dass jemand einen Baum pflanzt und die Allgemeinheit bezahlt ihn“, führte er weiter aus.

Christian Kravanja, Fraktionschef der Bürgerliste, argumentierte, der Wert des Baumes gehe schließlich in den Besitz der Stadt über. Den Bürger könne man lediglich mit den Kosten für die Pflanzung belasten. Auch die erste Zeit der Pflege könne in Rechnung gestellt werden. Kravanja wollte den Spendenbetrag auf 140 Euro begrenzen.

Auch Rainer Jansen von den Grünen forderte: „Der Einkaufspreis für den Baum muss vom Endpreis runter. An manchen Stellen in der Stadt müssen wir ohnehin Bäume pflanzen, dann kann man die Kosten doch nicht dem Bürger aufbürden“, sagte er.

Zum Beginn der kurzen Diskussion hatte Jansen bereits erklärt, dass ihm Fachleute des Naturschutzbundes empfohlen hatten, kleine Bäume zu pflanzen. „Sie sind gesünder, wachsen besser an und sind günstiger“, sagte Jansen.

Kaufe man diese Bäume beim Landesbetrieb Wald und Holz, seien sie noch günstiger. „Maximal 100 Euro pro Baum für den Bürger sind machbar“, sagte er und wies auf ein Projekt in Nümbrecht hin: Dort liefere, pflanze und pflege zwei Jahre lang die Lebenshilfe Bäume zum Preis von 150 Euro. Jansen regte an, auch hier das Gespräch mit der Lebenshilfe zu suchen.

Diesen Vorschlag fanden auch SPD-Fraktionschef Christoph Grundmann und Leo Kuhn (Geilenkirchen bewegen!) sympathisch. Stefan Mesaros (Für GK): „Wir sollten nicht mehr weiter über den Preis diskustieren, die Verwaltung soll jetzt prüfen, was machbar ist.“ Dem stimmte der Hauptausschuss zu.

Um Bäume ging es auch beim Punkt Mitteilungen des Bürgermeisters. Georg Schmitz erklärte, dass am Beamtenparkplatz 20 bis 25 Bäume vom Eschentriebsterben bedroht sind. Sie müssen in nächster Zeit zurückgeschnitten werden, dann könnten sie möglicherweise noch sechs bis sieben Jahre überleben.

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