Geilenkirchen - Wahlkampf turbulent: Wie viel CSB steckt in Georg Schmitz?

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Wahlkampf turbulent: Wie viel CSB steckt in Georg Schmitz?

Von: Jan Mönch und Udo Stüßer
Letzte Aktualisierung:
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Aus der CSB-Zentrale erhält der unabhängige Kandidat Georg Schmitz Unterstützung. Dies veranlassteThomas Pennartz, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse, zu einer Rundmail. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Der Wahlkampf wird immer turbulenter. Jetzt schaltete sich sogar der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Heinsberg, Thomas Pennartz, ein. Am Wochenende versendete er, allerdings als Privatmann, eine Mail an mehrere Dutzend Personen, in der er Georg Schmitz die Fähigkeiten für das Bürgermeisteramt abspricht und dessen Beziehung zu dem IT-Unternehmen CSB-System kritisch beleuchtet.

Die Mail wurde in den folgenden Tagen vielfach weiterversendet und in den sozialen Netzwerken geteilt und sorgte für einige Aufregung.

Am Montagnachmittag gab es dann eine gemeinsame Stellungnahme von CSB-Chef Schimitzek und Pennartz. Nun wurde behauptet, es stehe kein Unternehmen hinter dem Wahlkampf von Schmitz. Dass Schmitz Unterstützung aus der IT-Firma erhält, war schon lange offensichtlich, weil der dort beschäftigte Albert Baeumer große Teile von Schmitz‘ Wahlkampf managt. Dass der Firmenchef selbst Georg Schmitz auf dem Bürgermeister-Stuhl sitzen sehen will, war jedoch unklar. Warum? Das bleibt sein Geheimnis. Auf Anfrage unserer Zeitung ließ er vergangenen Freitag lediglich bestätigen, dass er Schmitz‘ Wahlkampf unterstützt. Eine weitere Stellungnahme wollte er nicht abgeben. Auch Schmitz selbst ist für unsere Zeitung nicht zu sprechen.

Ihren Anfang genommen hat die Sache mit Pennartz’ Mail offenbar bei den Kreissparkassen-Gesprächen in der Filialdirektion Heinsberg. Bereits vergangenen Mittwoch soll Schimitzek dort Gästen erklärt haben, dass er den Wahlkampf von Schmitz unterstütze. Dies führte offenbar zu einer Diskussion mit Pennartz, aus der wiederum die Mail resultierte. Der mögliche Wahlerfolg von Georg Schmitz bei der anstehenden Stichwahl, schrieb Pennartz dann am Samstag, bereite ihm „große Sorge um die Entwicklung unserer Stadt“. Demnach hält er die „von der CSB-Gruppe so massiv unterstützte Wahl von ‚Schorsch‘ für extrem gefährlich für die Fortentwicklung unserer Stadt“. Gleichzeitig ist Pennartz von der Kompetenz von Ronnie Goertz überzeugt.

Wie viele in Geilenkirchen, schreibt Pennartz weiter, möge auch er den „Schorsch“, seine lustige Art, sein Lachen. „Dass er nun aber versucht, Bürgermeister zu werden, überfordert ihn m.E. erheblich. Es wäre aber auch sehr wahrscheinlich ohne Erfolgsaussichten gewesen, wenn nicht ein großer und erfolgreicher Unternehmer mit Geld und seinen technischen Möglichkeiten diese Kandidatur so massiv unterstützen würde.“

Pennartz berief sich dabei auf Schimitzek selbst. Dieser habe gesagt, dass die CSB-Gruppe hinter dem Internetauftritt, den Social-Media-Aktivitäten und den Texten von Schorsch stehe. Es laufe ein über längere Zeit im Unternehmen geplanter Wahlkampf ab. Nicht nur das Unternehmen sei gut, sondern auch der dort entwickelte Wahlkampfauftritt. „Ich glaube aber an keiner Stelle, dass die beworbene Person ‚Schorsch‘ die annähernd gleiche Qualität aufweist. Und das führt zu meiner großen Sorge, dass im Falle eines realistisch möglichen Wahlsieges die Stadt extrem an Boden verliert.“

Man müsse nun entscheiden, wer die wichtigen Aufgaben für die Zukunft der Stadt am besten mitgestalten kann: Führung der Verwaltung in haushalterisch schwierigen Zeiten, Sammeln politischer Mehrheiten im Rat durch inhaltlich gut geführt Hintergrundgespräche, Zusammenarbeit im Rat mit verschiedenen zerstrittenen Fraktionen, Akquisition von Unternehmensansiedlungen, Attraktivierung der Ortschaften, Abstimmung mit übergeordneten Behörden, um Geilenkirchener Interessen zur Geltung zu bringen, Wiederbelebung des Stadtmarketing-Prozesses, Abstimmung mit anderen Kommunen in der regelmäßig tagenden Bürgermeisterrunde.

„Ich kann und möchte mir nicht vorstellen, dass unsere Stadt bei den oben genannten und noch vielen anderen Sachverhalten von ‚Schorsch‘ vertreten wird“, schreibt Pennartz. Die notwendigen Kompetenzen habe er in zahlreichen Gesprächen bei Ronnie Goertz feststellen können. Pennartz hofft, „den zweifelhaften politischen Erfolg von CSB und ‚Schorsch‘ und den daraus resultierenden Rückschritt in Geilenkirchen“ verhindern zu können und fordert auf: „Wer nicht wählen geht, wählt ‚Schorsch‘.“

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