Geilenkirchen - Vortrag zum Thema „Herzschwäche“: Den inneren Schweinehund überwinden

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Vortrag zum Thema „Herzschwäche“: Den inneren Schweinehund überwinden

Von: g.s.
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Mathias und Margit Vonderbank (r.) stellten den referierenden Doktoren Josef Tatros, Stefan Pinger, Vanessa Kuhl, Christa Schirdewahn und Ulrich Sudhues (v. l.) den „Inneren Schweinehund“ vor. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Über 100 Besucher hatten den Weg in die Aula des St. Ursula Gymnasiums gefunden, um den Vorträgen von fünf Ärzten zum Thema „Herzschwäche“ beizuwohnen. In Kooperation mit der AOK Rheinland-Hamburg und dem Kreissportbund Heinsberg hatte das St. Elisabeth Krankenhaus Geilenkirchen zu einem Herzabend eingeladen.

„Zwei Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer Herzinsuffizienz, 50.000 sterben jedes Jahr daran“, machte Kardiologe Dr. Ulrich Sudhues eingangs aufmerksam. Das Herz sei der Motor des Lebens, bei dem es wie beim Auto unterschiedliche Leistungsstärken gebe. „Wenn ein Herz an Leistung verliert, muss das einen Grund haben“, sagte Sudhues.

Locker und verständlich referierte die in Birgden praktizierende Allgemeinmedizinerin Dr. Christa Schirdewahn über Diagnose und Therapie. „Herzschwäche kommt schleichend und unbemerkt“, so Schirdewahn. Warnsignale seien abnehmende Leistungsfähigkeit, Atemnot bei Belastung, Müdigkeit und rascher Herzschlag.

Verschleppte Grippe

Hoher Blutdruck, Herzmuskelerkrankungen, Alkohol, Drogen und Nikotin zählten zu den häufigsten Ursachen. Oft komme es zu einer entzündlichen Herzerkrankung nach verschleppter Grippe. Dem entgegen wirken könne man mit einem gesunden Lebensstil, körperlicher Aktivität, richtige Ernährung, Nichtrauchen und konsequenter Behandlung des Bluthochdrucks.

Dr. Josef Tatros, Pneumologe und Kardiologe am St. Elisabeth Krankenhaus erklärte den Aufbau des Herzens, wobei die linke und rechte Herzkammer größtenteils aus Muskelmasse bestehe. Kardiologe Dr. Stefan Pinger, ebenfalls in der Geilenkirchener Klinik tätig, behandelte unter anderem das Auftreten bestimmter Krankheitsbilder als Folge eines Herzinfarktes und referierte über den Krankheitsverlauf.

„Eine Herzschwäche verläuft oft chronisch und ist so bösartig wie eine Krebserkrankung“, warnte Pinger. Die chronische Herzinsuffizienz sei nicht heilbar aber behandelbar. Internistin Dr. Vanessa Kuhl benannte die Feinde der Herzschwäche, wie Übergewicht und zu hohen Salzkonsum. Man solle über den Tag Protokoll führen und auflisten, was gegessen und getrunken wird - inklusive der kleinen Genüsse zwischendurch. Beim Essen sollten sich die Menschen hierzulande die Mittelmeerkost zum Vorbild nehmen und auf die Kalorienaufnahme achten.

Margit und Mathias Vonderbank vom Kreissportbund zeigten auf, wie der „Innere Schweinehund“ zu überwinden ist. Dazu hatten sie „ÜDIS“ (Überwinde den Inneren Schweinehund) als symbolische Figur mitgebracht.

Mit Bewegung könne jeder die Gesundheit stärken, machte das Duo den Besuchern klar und forderte diese zu einem „10-Minuten-Fitnesstraining“ auf. Während sich der symbolische „Innere Schweinehund“ anfangs noch versteckte, hatten die Gäste ihren Spaß bei den Übungen.

Nach einigen Minuten hatte sich der „Innere Schweinehund“ ebenfalls überwunden und nahm an dem Fitness-Training teil.

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