Geilenkirchen - Vortrag über Geilenkirchens berühmte Söhne

Vortrag über Geilenkirchens berühmte Söhne

Von: mabie
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Pfarrer Friedhelm Schippers berichtete in der evangelischen Kirche in Hünshoven über Ludolf Camphausen, einen erfolgreichen Sohn der Stadt. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Auch wer den Camphausenweg in Geilenkirchen nicht so gut kennt, wird ihn als wichtige Verbindung zwischen der Nikolaus-Becker- und der Martin-Heyden-Straße sicherlich schon einmal abgefahren sein. Welch berühmter Sohn sich eigentlich hinter der Straßenbezeichnung verbirgt, das zeigte nun Pfarrer Friedhelm Schippers bei einem hörenswerten Vortrag in der evangelischen Kirche in Hünshoven auf.

Im Rahmen des 150-jährigen Bestehens lud die Kirche damit zu einem Vortrag über einen berühmten Sohn der Stadt ein, der auch in der Geschichte der evangelischen Gemeinde eine wichtige Rolle spielte. „Drei Söhne der Familie Camphausen haben eine ansehnliche Karriere hingelegt“, sagte Pfarrer Schippers, so war beispielsweise Otto, der später in den Adelsstand erhoben wurde, Finanzminister von Preußen. Die Brüder August und Ludolf hingegen gründeten ein erfolgreiches Bankhaus in Köln. Ludolf Camphausen war es denn auch, der bei der Planung der Bahnstrecke Köln-Aachen dabei war.

Neben Otto, der einige Jahre nach dem selbst finanzierten Bau der Kirche ein Vermögen von 30 000 Mark an die Gemeinde spendete, war es auch Ludolf, der der Kirche in Hünshoven stets eng verbunden war. So ist das Haus, in dem heute noch die Büros der Gemeinde untergebracht sind, das frühere Familienhaus der Camphausens und wurde der Gemeinde geschenkt.

Möglich wurde der Reichtum der Familie, deren Brüder August und Ludolf sich durch geschicktes Agieren in der Kölner Rheinschifffahrt schnell auch finanziell in der damaligen Kölner Oberschicht wiederfanden, übrigens durch den Vater.

Der kaufte die damalige Kornmühle in Geilenkirchen, die er kurzzeitig auch als Wollspinnerei betrieb und mit der er gute Gewinne erwirtschaftete. Dass seine Söhne dann auch außerhalb des Heimatortes Geilenkirchen ihr unternehmerisches Geschick unter Beweis stellten, ist heute übrigens noch am Kölner Rathaus zu sehen. Denn am Rathausturm ist auch Ludolf Camphausen mit einer Figur verewigt.

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