Vorsicht vor üblen Abzockern

Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Die Nikolaus-Becker-Stube ist fast aus allen Nähten geplatzt - so groß war das Echo auf die Einladung des CDU-Ortsverbandes Geilenkirchen, der zu einem Info-Abend eingeladen hatte.

„Dichtheitsprüfung von Abwasserkanälen” lautete das Thema, über das Wilfried Dahlmanns als Obermeister der Innung Sanitär, Heizung, Klima informierte.

Die Landesregierung hat festgelegt, dass alle privaten Grundstückseigentümer, die Schmutzwasser führenden Leitungen auf ihrem Grundstück verlegt haben, ihre Anschlüsse an die Abwasserkanäle bezüglich ihrer Dichtheit prüfen lassen müssen. Gründe hierfür sind laut Gesetzgeber unter anderem die Gefährdung der Umwelt und des Grundwassers durch undichte Anschlüsse sowie die Ansiedlung von Ungeziefer wie beispielsweise Ratten.

Die Prüfung soll laut Landesvorgabe bis spätestens zum 31.12.2015 vorgenommen werden. Die Stadt Geilenkirchen wird allerdings von der Möglichkeit Gebrauch machen, diese Frist bis 2023 hinauszuschieben. „Es werden rechtzeitig Informationen herausgegeben, in welchem Stadtteil bis zu welchem Datum geprüft werden muss”, informierte CDU-Ortsverbandsvorsitzender Heinz Kohnen. Deshalb wird den Bürgern unbedingt geraten, keinesfalls bereits jetzt Dichtheitsprüfungen durchführen zu lassen.

Wilfried Dahlmanns betonte in diesem Zusammenhang, dass diese Prüfungen nur von zugelassenen Sachkundigen vorgenommen werden dürfen. Er geht davon aus, dass bei einem Einfamilienhaus die Kosten einer solchen Prüfung zwischen 300 und 500 Euro liegen. Die Stadt Geilenkirchen kalkuliere mit bis zu 800 Euro, sagte Heinz Kohnen. Wilfried Dahlmanns riet dazu, sich von der Untersuchungsfirma nach vorgenommener Prüfung nicht sofort zu einer Sanierung überreden zu lassen. „Sinnvoll ist es vielmehr, erst einmal mit einem Fachmann verschiedene Möglichkeiten der Sanierung durchzusprechen.”

Wichtig sei aber vor allem, sich an ein seriöses Fachunternehmen zu wenden, um keiner üblen Abzocke auf den Leim zu gehen. Der Innungsobermeister führte das Beispiel einer alleinstehenden 80-jährigen Rentnerin an, die um ein Haar Opfer betrügerischer Machenschaften geworden wäre: Zwischen 6000 und 7000 Euro setzte ein dubioses Unternehmen an, um bei der Frau angebliche diverse marode Stellen zu sanieren. Die entsetzte Rentnerin wandte sich Hilfe suchend an die Innung, und siehe da - bei einer erneuten, diesmal seriösen und fachgerechten Untersuchung wurde lediglich ein einziger Schaden festgestellt, der dann mit lediglich rund 500 Euro behoben werden konnte.

Etliche weitere Fragen wurden gestellt, zu denen Wilfried Dahlmanns Rede und Antwort stand. Den Vortrag des Innungsobermeisters können Interessierte auf der Homepage der CDU unter http://www.cdu-geilenkirchen.de nachlesen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert