Vorlesetag: Emil und die Detektive aus Hausmeisters Hand

Von: g.s.
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Als wohl prominentester Gast beim Vorlesetag der Gemeinschaftsgrundschule Geilenkirchen brachte Bürgermeister Thomas Fiedler den Schülerinnen und Schüler die Geschichte von Tom Sawyer mit. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Es war mucksmäuschenstill in der 3 a der Gemeinschaftsgrundschule (GGS), nur die sonore Stimme von Bürgermeister Thomas Fiedler durchbrach die Stille im Klassenraum. Aufmerksam lauschten die Jungen und Mädchen der Geschichte von Tom Sawyer, denn um die Abenteuerlustige Romanfigur des Schriftstellers Mark Twain ging es bei der Lesestunde anlässlich des Tag des Buches in der GGS.

Schon die Projekte im Vorfeld hatten sich eine Woche lang mit Lesen und Vorlesen beschäftigt. Lehramtsanwärterin Dunja Lehnen beispielsweise hatte im Rahmen ihrer Staatsarbeit den Schülerinnen und Schülern mit einem illustrierten Buch die englische Sprache näher gebracht und führte dies am Vorlesetag fort.

Schulleiterin Annette Maxheim und ihr Team hatten eine Woche zuvor einen Vorlesewettbewerb gestartet, wobei durch eine fachlich kompetente Jury die besten Vorleser ermittelt wurden. Am Ende staunten die Pädagogen nicht schlecht, denn die Siegerinnen und Sieger der vier Jahrgangsstufen haben alle einen so genannten Migrationshintergrund.

Das gute Abschneiden werten die Lehrerinnen als ein Indiz für eine gelungene Integration. Die vier Sieger Wina Abdulkarim (Irak), Andrea Lanzat Albaladejo (Spanien), Talel Zarrouk (Tunesien) und Michal Vojàcek (Tschechische Republik), letzterer lebt erst seit 18 Monaten in Deutschland, durften zum Abschluss des Projektes neben einem Dutzend Persönlichkeiten aus der Stadt noch einmal vorlesen.

Ganz neue Rolle

So fand sich Hausmeister Andreas Grefen diesmal in einer ganz anderen Rolle, er las den Kindern aus dem Buch „Emil und die Detektive” von Erich Kästner vor. Antonia Zaharanski, Leiterin der Stadtbücherei, begleitet den Vorlesetag in der GGS von Anfang an, sie war schon zum dritten Mal dabei. Zehn weitere Frauen und Männer hatten sich in die anderen Klassen begeben und lasen dort vor.

Mit Hintergrund

Der wohl bekannteste Rezensent beim klassenübergreifenden Vorlesetag dürfte Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler gewesen sein, der aus dem Klassiker „Tom Sawyer” las. Der Bürgermeister begrüßte neben 17 Kindern auch Klassenlehrerin Rita Beeretz und erzählte zunächst einiges über die Romanfigur. „Ich hab dieses Buch heiß geliebt und es damals verschlungen”, berichtete er den Zuhörern.

Bei dem Buch handele es sich um eines der berühmtesten Bücher, die jemals geschrieben wurden. Bei der um 1840 in Amerika spielenden Geschichte ginge es um den jungen Tom Sawyer, der auch heute noch viele Menschen fasziniere. Gekonnt und mit viel Gestik vermittelte der Bürgermeister den Jungen und Mädchen die spannende Geschichte.

Dabei ging es um die Szene, als Tom Sawyer als eine ihm von seiner Tante auferlegte Strafe einen 30 Meter langen Zaun weiß streichen muss. Doch Tom Sawyers Cleverness bringt bekanntlich fast alle Jungs aus seinem Dorf dazu, für ihn den Zaun zu streichen und dafür bekommt er auch noch Geschenke. Thomas Fiedler: „Das ist die berühmte Szene, in der Tom erfuhr, dass Arbeit erst Spaß macht, wenn man sie freiwillig macht.”

Auch nach Ablauf der planmäßigen 20-minütigen Vorlesung wünschten sich die Schüler eine Fortsetzung - und der Bitte kam Thomas Fiedler gerne nach.
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