Geilenkirchen-Teveren - Vorbereitungen für Ostern: Jule jagt nach Eiern, Tim dem Fußball nach

Vorbereitungen für Ostern: Jule jagt nach Eiern, Tim dem Fußball nach

Von: Andrea Schever
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Vorbereitungen auf Ostern bei der Familie Peters in Teveren: Cousin Tim zaubert einen schönen Osterhasen auf eine Kerze. Foto: Andrea Schever
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Alle sind stolz auf die bunten Eier und die Osterkerze (v.l.n.r.): Mutter Nicole, Cousin Tim, Jule und Großmutter Brigitte. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen-Teveren. Und was macht man zu Ostern? „Eier sammeln!“, lautet wie aus der Pistole geschossen die Antwort von Jule. Sie strahlt. Und mit diesem entwaffnend charmanten Ausruf bringt sie auch ihre Mutter Nicole Peters und ihre Großmutter Brigitte Hülswitt, die mit ihr am Wohnzimmertisch sitzen, zum Lachen.

Jule ist vier Jahre alt und mit ihrer Mutter aus Birgden zu Besuch bei ihrer Oma in Teveren, um dort gemeinsam für Ostern zu basteln. Auf dem Plan steht die allseits bekannte Tradition des Eierfärbens beziehungsweise -bemalens, natürlich nur nach guter Vorbereitung in Form von Wachstischdecke, ausgebreiteter Zeitung, Küchenpapier und Schürze, denn es sollen ja die Eier bunt werden, nicht der Tisch.

Eine schöne Sitte

Für Mutter Nicole und Großmutter Brigitte noch schnell eine Tasse Kaffee und schon darf sich die kleine Jule dran machen, die gekochten Eier zu verzieren. „Es ist einfach wichtig, Kinder kreativ zu fördern“, sagt Mutter Nicole. „Sie sollen das ruhig machen, es ist eine schöne Sitte, die wohl jeder einmal begeistert mitgemacht hat.“ Auch sie kennt sie aus ihren Kindheitstagen, als sie mit ihrer Mutter Eier verschönert hat. Heute muss sie dann so manchen künstlerischen Wünschen der Tochter gerecht werden: „Ich soll eine Biene malen? Oh, ob ich das hinbekomme – wie macht man das jetzt am besten?“ Doch nach kurzer Zeit fliegt eine kleine, ansehnliche Biene über ein Ei mit Blumen.

Den religiösen Sinn von Ostern, also die Auferstehung Jesu Christi, kennt Jule noch nicht. „Das wird noch gemacht, dann erzählen wir ihr das alles“, erklärt ihre Mutter. „Aber im Moment ist sie einfach noch etwas zu jung dafür.“

Mitten im Basteln treten dann auch die üblichen Probleme auf: Die flüssigen Glanzstifte zum Bemalen der Eier laufen aus und verschmieren die Hände. Die geeignete Alternative mit größerer Farbauswahl: Filzstifte. Irgendwann hört man ein leises Summen: Jule scheint ganz in ihrem Element und bringt das mit Singen zum Ausdruck. „Kennst du auch Osterlieder? Die andere Oma singt doch immer eins mit dir“, fragt Oma Brigitte. Nach etwas Überlegen hat Mutter Nicole dann die Antwort: „Stups, der kleine Osterhase“ wird immer gesungen.

Regenbogen, Nester und Blumen

Nach und nach zieren die Eier verschiedene Motive. Da kommt zu den regenbogenartigen Streifen ein Osterhase in einem Nest oder eine bunte Blume.

Für noch mehr Figuren und Formen sorgen dann zwei zusätzliche Gäste bei der Bastelrunde: Cousin Tim (11) und Cousine Lea (14) Peters kommen an diesem Nachmittag zu Besuch, nehmen Stifte und Eier in die Hand, um mit kleinen Fußballer-Figuren und Streifenmustern für ein farbenfrohes Suchvergnügen zu sorgen.

Neben den Eiern wird in diesem Jahr ein neues Bastelprojekt gewagt: die erste eigene Osterkerze. Die speziellen Stifte zum Bemalen von Kerzen werden reihum gereicht und jedes Familienmitglied soll sich mit einem eigenen kleinen Motiv auf der großen Kerze beteiligen. „Ich kann aber keine Hasen malen“, will Tim gerade einwenden, aber nach ein paar kleinen Tipps ziert am Ende doch ein braunes Häschen das weiße Wachs. Am Ende sitzen zwei Hasen mit einer ganzen Reihe Eiern auf der Kerze, als warteten sie auf Ostern.

Das, was für Jule an Ostern das Eiersuchen und Beisammensein ist, ist für Cousin Tim in diesem Jahr das Fußballspielen: „Da freue ich mich schon drauf“, erzählt er stolz beim gemeinsamen Basteln. „Mit dem Verein machen wir ein Fußballcamp, zwei Tage von morgens bis spät nachmittags.“ Und während Tim dem runden Leder hinterherjagt, so wie seine Cousine Jule den bunten Eiern, freuen sich alle über die gemeinsame Zeit.

Vorfreude bei Jung und Alt

Vorfreude kommt da auch schon bei Großmutter Brigitte auf: „Es ist doch einfach schön, wenn die Kleinen mit ihren Körbchen über den Rasen laufen, und die Eier sammeln.“ Natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt, sonst heißt es für die kleine Jule „drinnen Eier suchen!“.

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