Vor dem Ratsentscheid steht die Einwohnerversammlung

Von: mabie
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Übach-Palenberg. Im Entscheidungsverfahren um ein mögliches Nahversorgungszentrum (NVZ) im Stadtteil Marienberg ging es im Hauptausschuss nun in die zweite Runde. „Die Stadt braucht Investoren im Wohnbereich und im gewerblichen Bereich”, stellte Hans-Peter Gatzen von der Stadtverwaltung dort vorab fest.

Die entsprechende Änderung im Bebauungsplan mit vergrößertem „Lidl”-Markt sowie dem Neubau eines Geschäftshauses auf dem betreffenden Gelände an der Kreuzung In der Schley/Marienstraße/Grenzweg wurde laut Gatzen schon seit Beginn dieses Jahres geführt. „Ich darf Ihnen verraten, dass der Investor zu Beginn des Verfahrens ganz andere Vorstellungen hatte”, ließ Gatzen weiter durchblicken. Gleichzeitig verwies er mit Nachdruck darauf, dass eine Ablehnung des bereits im Ausschuss für Stadtentwicklung, Infrastruktur und Marketing vorgelegten Plans „erhebliche Nachteile” mit sich bringen würde.

So brauche der Stadtteil Marienberg die Ausweisung als NVZ, um weiter zu bestehen. Das von Dr. Rainer Kummer vorgelegte Gutachten sei, so Gatzen abschließend, kein „Gefälligkeits-Gutachten”, sondern ein Gutachten, das vor allem die Marktlage berücksichtige. „Wir halten das Gutachten genau für die richtige Richtung in Marienberg”, machte CDU-Sprecher Gerhard Gudduschat klar. Er sprach von „nachvollziehbaren Vorschlägen” des Gutachters und verwies, mit Blick auf die bevorstehende Eröffnung von „Kaufland” in Geilenkirchen auf die umliegenden Nachbarstädte.

„Solange ich einen Kopf habe”

Den Vorschlag für eine Einwohnerversammlung unterstützte er ebenso voll und ganz. SPD-Chef Heiner Weißborn sprach sich gleich für das Carolus-Magnus-Centrum (CMC) als passenden Ort für diese Versammlung aus, weil „es eine gesamtstädtische Angelegenheit” sei, bei der es um die Versorgungsbereiche gehe. Für das CMC sprachen sich auch Corinna Weinhold (UWG) und Rainer Rißmayer (Bündnis 90/Die Grünen) aus.

Eine Entscheidung über den passenden Versammlungsort behielt sich Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch aber vor: „Solange ich noch einen Kopf habe, der selber denken kann, werde ich die Entscheidung treffen”. Ort und Zeit würden in der Ratssitzung am Donnerstag, 1. Dezember, bekanntgegeben. Zugleich holte der Verwaltungschef noch zu einem kleinen Exkurs in Sachen Wirtschaftsförderung aus. Das Klima in einer Stadt sei demnach entscheidend bei der Ansiedlungsfrage.

„Dieses Klima schafft man nicht, wenn man möglichen Investoren durch unsinnige Diskussionen verprellt”, so Jungnitsch. Er sprach sich zudem dafür aus, eher größere Investoren zu sichern.

So blieb es bei einer Verschiebung einer Entscheidung bis nach der Einwohnerversammlung, was bei einer Enthaltung angenommen wurde.
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