Von Glasfaserjecken und Sonnengöttern

Von: g.s.
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Stellten sich in Anspielung auf eine fehlende Vereinsstätte die Frage: Iglu oder Bürgerhalle? Diese Eismänner und -frauen beim Zug in Teveren. Foto: Georg Schmitz
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Die „Hatterather Pizzabäcker“ wurden unterstützt von einem Quartett aus Brandenburg und drei Schafhausenern. Foto: Georg Schmitz
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Diese Bunnies und ihre „Beschützer“ nahmen mit einem lautstarken Musikwagen in Würm teil. Foto: Georg Schmitz

Hatterath/Teveren/Würm. Der Straßenkarneval erreichte Rosenmontag seinen Höhepunkt, und sogar der Wettergott meinte es mit den Karnevalisten diesmal besonders gut. Strahlender Sonnenschein schon am Morgen beim Rosenmontagszug in Hatterath, wo sich traditionell der erste Zug des Tages um 11.11 Uhr auf den Weg macht.

Der Hatterather Karnevalsverein (HKV) „De Schanzeremmele“ konnte wieder auf einen mit fünf teilnehmenden Gruppen kleinen, aber feinen Lindwurm verweisen. Mit zwei Dutzend Frauen und Männern stellte eine Gillrath-Hatterather Vereinigung als „Sonnengötter“ die größte Gruppe. Eine ebenfalls starke „Moderne Bayern“-Truppe hatte sich in weiß-pink eingereiht. Die „Hatterather Pizzabäcker“ wurden unterstützt von einem Quartett aus Brandenburg und drei Schafhausenern. Die „Griechische Elite“ beherbergte neben Zeus und Apollo auch die Schönheitsgöttin Aphrodite. Den Schluss bildete der Wagen der Hatterather „Schanzeremmele“ mit Kinderprinz Noah Kohnen.

Sechs Teilnehmergruppen bot der Internationale Karnevalsverein Teveren auf. Die Jugendabteilung von Germania Teveren und die St.-Antonius-Schützen hatten die größten Gruppen auf den Weg durch das Heidedorf geschickt. Letztere stellten sich in Anspielung auf eine fehlende Vereinsstätte die Frage „Iglu oder Bürgerhalle“ und hatte sich als Eismänner und -frauen verkleidet. Ein Freundeskreis nahm sich des schnellen Internets an und nannte sich deshalb „Glasfaserjecken“. Die Luna Lounge aus Geilenkirchen beteiligte sich ebenfalls mit einem Wagen. In stattlicher Anzahl war der IKV Teveren angetreten, wobei Kinderprinzessin Darline Kötter sogar ein eigener Wagen zur Verfügung stand. Aus dieser Logenposition ließen sich die Kamelle gezielt an die Adressaten werfen.

18 Wagen und Fußgruppen hatte der Förderverein der Karnevalsgesellschaft „Würmer Wenk“ zusammengestellt und somit den zweitgrößten Zug im Stadtgebiet aufgeboten. Eine junge Gruppe aus Beeck powerte mit Extrem-Musikanlage und hielt sich somit an das Motto „Heute wird geballert“. Der Geilenkirchener Karnevalsverein nahm nach vielen Jahren erstmals wieder in Würm mit einem Wagen teil. Eine Gemeinschaft von Frauen aus Würm und Leiffarth lief mit Staubwedeln und Klobürsten hinter den Zuschauern her. Als Wikinger mischte sich die SG Union Würm-Lindern unter das närrische Volk. Der Prinzenwagen mit Christof und Sabine Frensch war voll gestopft mit Kamelle und auch das Kinderprinzenpaar Max Büschgens und Lisa Esser war mit eigenem Wagen unterwegs. Das Fanfarenkorps „Rote Funken“, das Musikcorps Würm und der Trommler- und Pfeiferverein Lindern sorgten beim Würmer Karnevalszug für die Musik.

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