Von edlen Rittern und gruseligen Wölfen

Von: hama
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Gute Stimmung: Mit Mailiedern,
Gute Stimmung: Mit Mailiedern, Gedichten von Peter Staas und historischen Geschichten sorgten Monika Tholen und ihre Mitstreiterinnen für einen unterhaltsamen Foto: Karl-Heinz Hamacher

Breberen. Einen unvergesslichen Nachmittag verbrachten zahlreiche Bewohner des Seniorenzentrums Breberen zum dritten Mal mit der Gangelter Stadtführerin Monika Tholen. „Das tut der Seele gut”, sprach sie nicht nur von ihren Eindrücken, sondern auch von den Reaktionen, die sie im Laufe dieses unterhaltsamen Nachmittages erfahren hatte.

Monika Tholen war im Kostüm der Nachtwächterin unterwegs. Die Mitarbeiterinnen des Sozialtherapeutischen Dienstes mit ihrer Leiterin Rosel Cleef-Lind, gehörten als Burgfräuleins, Ritter oder gar Werwölfe zum Programm. Peter Staas ist in der Gangelter Historie ein Begriff.

Der Mundartdichter hat die Heimat in wunderbaren Worten beschrieben und dabei immer eine passende Mischung zwischen Ernst und Humor gefunden. Natürlich gehört Peter Staas zum Repertoire von Monika Tholen und nicht wenige seiner Gedichte kennt sie auswendig. In Breberen fand sie dafür ein begeistertes Publikum.

„Peter Staas hatten manche der anwesenden Senioren noch als alten Zahnarzt aus Gangelt in Erinnerung”, erzählte Rosel Cleef-Lind. Einer sagte ihr gleich begeistert, dass er von Peter Staas noch einen Gedichtband auf seinem Zimmer habe. „Den werde ich mir heute Abend in aller Ruhe noch einmal anschauen.” Auch Monika Tholen hat Peter Staas noch gekannt und überlegt nun, aus der Begeisterung mehr zu machen.

1964 ist Staas gestorben; 2014 wäre ja ein guter Zeitpunkt, an diesen vielschichtigen Mann zu erinnern. Die Bewohner des Seniorenzentrums Breberen werden aber früher wieder seine Gedichte hören können. Aber auch andere Geschichten rund um das alte Gangelt waren an diesem Tag sehr gefragt.

„Der Mai ist gekommen”

Auch Maienlieder, wie „Der Mai ist gekommen”, oder „Komm schöner Mai” fanden zahlreiche Mitsinger. Rosel Cleef-Lind spielte mit dem Akkordeon auf.

Im Anschluss zogen Monika Tholen und Rosel Cleef-Lind im Kostüm zu den Bewohnern, die ihr Bett nicht verlassen können. „Hier standen so manchem die Freudentränen in den Augen, als wir singend am Bett weilten.” Da war es klar, dass von allen Seiten der Wunsch geäußert wurde, Monika Tholen bald wieder zu sehen.

Sie fasste spontan den Entschluss, sich als Ehrenamtlerin zu melden. Aber noch ein Projekt schwebt ihr vor: Vor einiger Zeit war sie mit Carina Mathes vor Ort, die ihr „Glücksbuch” vorstellte. Auch da gab es eine große Resonanz und Monika Tholen überlegt, Geschichten aus dem Leben der Senioren zu sammeln.
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