Von der goldenen bis zur Gnadenkonfirmation

Von: Renate Kolodzey
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Pfarrerin Anne Lungová (1.v.l.) mit den Jubilaren sowie deren Partnern vor der Evangelischen Kirche in Hünshoven. Alle Konfirmanden erhielten eine Urkunde mit religiöser Abbildung. Foto: Renate Kolodzey

Geilenkirchen-Hünshoven. Es gibt viele Arten von Gedenktagen, doch ganz besondere galt es am vergangenen Sonntag zu feiern, nämlich verschiedene Konfirmationsjubiläen: Goldene, Diamantene, Eiserne und Gnadenkonfirmation, wobei das Konfirmieren im jugendlichen Alter jeweils 50, 60, 65 oder gar 70 Jahre zurücklag.

Für viele der Angereisten war es das größte Fest ihrer Jugendzeit. Abgeleitet vom lateinischen „confirmatio”, bedeutet es in etwa „Bekräftigung“ beziehungsweise „Stärkung“: Die Konfirmanden bestätigten in der Konfirmation die Taufe, bei der Eltern und Paten stellvertretend das Taufversprechen gaben. Gleichzeitig wurden sie dadurch zur Teilnahme am Abendmahl zugelassen und konnten Pate werden sowie, je nach Altersstufe, an kirchlichen Wahlen teilnehmen beziehungsweise sich in kirchliche Ämter wählen lassen.

Wie in Geilenkirchen, wird in vielen Gemeinden das Jubiläum der Konfirmation mit einer erneuten Segenshandlung in der Kirche der früheren Konfirmation oder des aktuellen Wohnorts gefeiert. 14 Konfirmanden aus der ganzen Region hatten sich eingefunden und wurden von Pfarrerin Anne Lungová in einem festlichen Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Hünshoven herzlich willkommen geheißen. Der Kirchenchor „Cantare“ unter der Leitung von Marion Laibach unterstützte die würdevolle Zeremonie mit ausdrucksstarkem Gesang.

Im Verlauf der Feier bekräftigten die Jubilare erneut ihren Glauben, traten zur Segnung einzeln nach vorne, bildeten einen Halbkreis um den Altar und empfingen den Segen durch Handauflegung. Auch erhielten sie eine Urkunde zum Gedenken an den heutigen Tag mit einer religiösen Abbildung sowie einem Bibelwort als Konfirmationsspruch, der sie auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten soll. Nach dem geistlichen Festakt im Gotteshaus ging es zu leiblichen Genüssen ins Gemeindehaus, wo die Jubilare ein mehrgängiges Menü erwartete. In gemütlicher Runde konnten sie dabei am liebevoll dekorierten Festtagstisch Erinnerungen austauschen.

Gerda Mainz beispielsweise erinnert sich: Sie habe 1943 in Marienburg konfirmiert mit 39 weiteren Jugendlichen, und es sei trotz schlechter Zeit eine schöne Feier in der Kirche und mit der Familie gewesen. Sylvia Wilhelm genoss vor allem die Atmosphäre beim jetzigen Zusammensein, und Elsa Koullen konnte noch ihren alten Konfirmationsspruch auswendig aufsagen. Aus Eynatten in Belgien reiste Anni Rosenberg-Opalla an – sie konfirmierte damals in Palenberg und hatte die Informationen über die Jubiläumskonfirmation von Pfarrerin Angelika Krakau aus Übach bekommen.

Rita Burkmann lobte Pfarrerin Anne Lungová, die sich, zusammen mit ihrem Team viel Mühe gegeben habe, dieses Ereignis festlich zu gestalten. Vor allem der Gottesdienst habe ihr gut gefallen. Ludwig Granid, ebenfalls rundum zufrieden, bemerkte, mit einem Augenzwinkern und praktisch dankend, zum Festtagsmahl: „Das Essen ist hervorragend – bei der damaligen Konfirmation mussten wir es spenden, doch heute ist alles umsonst.“

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