Vom Traualtar zum Sieg gegen Wegberg

Von: mali
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Für die beiden Eheleute Mattes und Karoline Rehberg ist das Jahr 2010 ein ebenso glückliches wie für den Verein, für den Rehberg spielt. Die Germanen feiern in knapp drei Wochen ihr 100-jähriges Bestehen. Foto: Malinowski

Geilenkirchen-Teveren. Ein gestresst wirkender Journalist wünschte den beiden frisch verheirateten Rehbergs „viel Spaß”. Es sollte eigentlich ein „viel Glück” dabei herausgekommen sein. „Viel Spaß werden wir hoffentlich auch haben”, ergänzte der 28-jährige schnelle Mittelfeldmann der Germanen.

Freitag hatte „Mattes” seiner Verlobten Karolina in der Prummerner Pfarrkirche St. Johannes das Ja-Wort gegeben. Gut 24 Stunden später strahlten die Rehbergs immer noch. Zunächst über eine Riesenpalme und weitere Geschenke der Mannschaft, die vor Anpfiff ans Brautpaar verteilt wurden.

Dann klopfte sich der Siegtor-Schütze aus dem vergangenen Jahr - Mattes Rehberg realisierte mit seinem 1:0 den Dreier in Wegberg - aufgrund der Geschenke, die die Gäste aus Wegberg bei den Toren der Germanen (2:1) verteilten, auf die Oberschenkel. Beim 1:0 durch Sebastian Kranz war die Defensivabteilung ebenso schlecht im Bilde wie beim 2:1 durch Martin Quadflieg. Das Glücksgefühl, den Aufsteiger besiegt zu haben, nahmen die Offiziellen, allen voran Germania-Präsident Georg Scholl, natürlich gerne mit.

Der Sieg ist der erste im fünften Freundschaftsspiel. Mit Aachen und Düsseldorf sowie dem KFC Uerdingen hatte man bereits drei anspruchsvolle Gegner. Der vierte, die Wegberger, stand in der Rangordnung nicht viel nach. Aber diesmal reichte es auch zum Sieg für die Germanen und Trainer Jörg Halfenberg. Das war natürlich moralisches „Futter” fürs Festkomitee um Scholl. Wird jetzt, nach den Spielen, nur noch ans Feiern gedacht? Der oberste Chef relativierte. „Wir denken schon seit April 2009 ans Feiern, nur jetzt werden die Vorbereitungen immer intensiver.” Damals, im Frühjahr 2009, hatte sich der Führungsstab erstmalig getroffen und die Rahmenbedingungen fürs Jubiläum - für den 100-jährigen Geburtstag - abgesteckt. Jetzt geht„s in die Zielgerade für Scholl und seine Kollegen Thomas Helmecke (Geschäftsführer), Robert Peters und Jugendgeschäftsführer Walter Marienfeld.

336 Sitzplätze wird das Festzelt, das unmittelbar neben dem Rasenplatz im Stadion aufgebaut wird, zählen. „Rechnen wir noch die Stehplätze dazu, werden wir wohl auf 500 Festgäste kommen”, kalkuliert Robert Peters. Welche Ehrengäste dabei sind, können die Germania-Oberen noch nicht genau sagen. Das liegt auch in den Händen des früheren Germania-Vorsitzenden Hans-Josef Paulus, dem „Kaiser”, der über die entsprechenden Kontakte verfügt. Gemunkelt wird in Teveren, dass neben dem Präsidenten des Fußballverbandes Mittelrhein, Alfred Vianden, möglicherweise auch der ehemalige Manager Bayer Leverkusens, Rainer Calmund, oder der gebürtige Alsdorfer und spätere Publikumsliebling der Leverkusener, Hans-Peter Lehnhoff, zum Festabend am 27. August neben möglichen Überraschungsgästen Einzug halten.

„Wir werden keine großen Reden schwingen. Meine Redezeit ist beispielsweise auf fünf Minuten beschränkt”, grinst Georg Scholl. Natürlich wird der eine oder andere Höhepunkt der Germanen-Fußballgeschichte thematisiert. Wie beispielsweise die „Neuauflage” des WM-Endspiels von 1974. Als Deutsche und Holländer im Heidestadion nochmals aufeinandertrafen und Klaus Fischer in diesem Spiel das ARD-Tor des Jahres gelang. Oder es wird nochmals über den Aufstieg in die Regionalliga sinniert, der 1996 gelang. „In dem Jahr war ich Schützenkönig”, schmunzelt Robert Peters noch über die „teure Kirmes”, die ihm damals beschert wurde. Kein Zweifel lässt Georg Scholl daran, dass „ich in Endspielstimmung bin”. Was soviel heißt, der Boss tritt zur nächsten Generalversammlung (September/Oktober) nicht mehr für den Präsidentenposten an. Doch das ist noch fern. Zuerst wird gefeiert. Nach dem Festabend am Freitag, 27. August, schließt sich 24 Stunden später die blau-gelbe Nacht an. Mit Kölner Spitzenkräften. Und am Sonntag wird es sogar noch ein wenig nostalgisch im „Dorf”. Zum Festaufzug werden die Kinder mit bunt geschmückten Fahrrädern vorne weg fahren und viele Vereine mitmarschieren. Darauf freut man sich einfach. Denn sicher ist, die Germanen werden einen Riesenzulauf haben. So wie das sportlich schon immer mit den Talenten gelang . . .
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