Vom Kommandostand Blick aufs Tal: Feuerwehr und Bauhof unter einem Dach

Von: hama
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Endlich! Thomas Schreiter von der Löschgruppe und Nachbar Franz Jansen von Bauhof (v.l.) bekamen die Schlüssel aus der Hand von Willibert Mevißen, Günter Paulzen, Bürgermeister Bernhard Tholen und Architekt Leo Rulands. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Der Bauhof der Gemeinde Gangelt ist schon umgezogen, die Wehrmänner der Löschgruppe Gangelt stehen kurz davor. Das war der Rahmen für das große Einweihungsfest, zu dem sich viele geladene Gäste in der neuen Fahrzeughalle der Feuerwehr eingefunden hatten.

Dass gerade im Gerätehaus bis kurz vor Beginn der Feier gearbeitet worden war, zeigte sich an dem mit Reifenspuren eines Gabelstaplers übersäten Fußboden. Gut zu spüren war, dass die Deckenheizung ihren Dienst gut verrichtet.

Bürgermeister Bernhard Tholen, Chef des Bauhofes ebenso wie der der Feuerwehr, konnte eine Vielzahl von Ehrengästen begrüßen. Ehrenbürger Heinrich Aretz war ebenso mit von der Partie wie Ehrenbrandmeister Josef Scheufens und Ehrenlöschgruppenführer Willi Babel.

Karl-Heinz Prömper vom Feuerwehrkreis, Günter Paulzen als Gemeindebrandmeister und Löschgruppenführer Thomas Schreiter vertraten die Blauröcke. Von der Entwicklungsgesellschaft Gangelt (EGG) waren die Gesellschafter Björn Schlun und KSK-Aufsichtsratsvorsitzender Lothar Salentin dabei.

Baukosten unterschritten

Die EGG hat den Gebäudekomplex für Feuerwehr und Bauhof gebaut, die Gemeinde Gangelt ist Mieter der Objekte. „Das”, so Bürgermeister Tholen, „hat sich nach langen Diskussionen als die beste Lösung der Finanzierung erwiesen.” Die Gesamtbaukosten waren mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt.

1,5 Millionen Euro hat die Gemeinde als Vorauszahlung geleistet, was den Mietzins auf die Dauer deutlich senkt. Dass die Baukosten um rund 100000 Euro unterschritten wurden, hört man heute selten, und der Bürgermeister dankte hierfür EGG-Geschäftsführer Willibert Mevißen besonders. Vor mehr als zwölf Jahren war der Bauhof der Gemeinde in das ehemalige Sekaton-Gebäude an der B56 gezogen. Vorsichtig bezeichnete der Bürgermeister die Situation am Schluss als „nicht mehr optimal”.

Es fehlte an Raum für all das, was heute vorgeschrieben ist. Der Löschgruppe Gangelt ging es nicht anders. Raumnot war das beherrschende Thema seit Jahren. Davon kann in beiden Gebäuden heute nicht mehr die Rede sein. Denn bevor am 22. September 2008 der erste Spatenstich für den Komplex getan wurde, gab bei zahlreiche Treffen mit dem Architekten Leo Rulands und die Gebäude wurden weitestgehend an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst. „Da gab es viele Diskussionen”, erinnerte sich später Franz Jansen, Leiter des Bauhofes. Er, seine 20 Mitarbeiter und, wie Franz Jansen es nannte, der „gute Geist”, Walburga Fiedler, haben nun den Raum zur Verfügung, der für ein sicheres und organisiertes Arbeiten nötig ist.

Die Wehrmänner haben schon vieles in Eigenleistung geschafft, haben aber auch noch einiges vor sich. Die Spinde fehlen noch, man kommt sich im großen, nahezu leeren Unterrichtsraum verloren vor, und der Kommandostand mit einem herrlichen Blick aufs Rodebachtal ist auch noch nicht eingerichtet. Neben den klassischen Übungseinheiten, den Dienstverpflichtungen und Einsätzen sei die freiwillige Arbeit der Wehrmänner alles andere als selbstverständlich, sagt Bernhard Tholen ein Dankeschön. Sechs der acht gemeindlichen Feuerwehrhäuser sind damit neu, beziehungsweise renoviert. Birgden und Kreuzrath stehen noch an.

Eingesegnet wurde der Gebäudekomplex von Pfarrer Rolf Hannig und seinem evangelischen Amtsbruder Mathias Schoenen. Gedankt wurde den vielen „guten Geistern”, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Genannt wurde Sebastian Erfurth von den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf, der die Wehrleute oft mit Essen versorgt hat.

Karl-Heinz Milthaler ließ aus Sicht Wehrleute die Bauzeit noch einmal Revue passieren und bedankte sich bei den Feuerwehrfrauen, die das Haus in zurück liegenden Tagen „auf Vordermann” gebracht hatten. Nach den Reden, Grußworten und Glückwünschen konnten die beiden neuen Gebäude dann besichtigt werden, was auch noch am Sonntag anlässlich eines Tags der offenen Tür dort am Ortsausgang Richtung Süsterseel möglich war.
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