Voller Erfolg: Der „Christmas Rock“ in der Rockfabrik

Von: Stefan Reiners
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Eine echte Alternative zur weihnachtlichen Besinnlichkeit: Die Baesweiler Coverband „Fahrerflucht“ lockte viele Musikfans in die Übach-Palenberger Rockfabrik. Foto: Stefan Reiners

Übach-Palenberg. Der „Christmas Rock“ in Übach Palenberg ging am ersten Weihnachtstag mit dem zweiten Konzert in der Rockfabrik weiter. Auch diesmal wurde wieder ab 22 Uhr jeder eingelassen, der eine echte Alternative zur weihnachtlichen Besinnlichkeit suchte.

Viele wollten vielleicht auch nur die Kalorien abtanzen, die man sich zuvor im Kreise seiner Lieben genüsslich zugeführt hatte. Dazu spielte diesmal „Fahrerflucht“ aus Baesweiler auf, eine sechsköpfige Coverband, die von den Zelten, Hallen und Festplätzen der Region und darüber hinaus vielen schon bekannt sein dürfte.

Da es nach den beiden „After-showparties“ zum lokalen Oktoberfest für die fünf Jungs und die Sängerin bereits der dritte Gig in der „Rocke“ war, halten sie so etwas wie den diesjährigen Hausrekord. Aber von Müdigkeit oder Verschleiß war keine Spur zu sehen. Weder bei der Band noch bei den Fans.

Es ging erneut erst kurz vor Mitternacht los, aber der Saal war – dieses Wortspiel sei erlaubt – ebenso gut gefüllt wie viele der gleich bis ganz nach vorne drängenden Zuschauer. Und weil der Pegel schon ziemlich weit oben war, hieß es auch von Anfang an, Vollgas zu geben.

Das aber war für „Fahrerflucht“ mit Frontmann und Entertainer Benny Simmat noch nie ein Problem. Gleich nach dem Opener wurde tief in den „Ärztekoffer“ gegriffen. Ein Medley der größten Hits der Berliner Punkrocker holte das Publikum sofort ab. Selbst Tastenmann Peter Weich zog es dabei vor, die Chorus Line direkt an die Front, dank heutzutage nur noch selten gesehenem Keytar – einem tragbaren Keyboard im Gitarrenstil – kein Problem.

Anders als am vergangenen Freitag gab es diesmal jedoch keineswegs ausschließlich Rock auf die Ohren. Das abwechslungsreiche Programm war konsequent auf Party und Abfeiern ausgelegt, und dazu gehören auch Dauerbrenner wie Nenas „99 Luftballons“ (ins Publikum flogen dazu von der Bühne zwar viel weniger Ballons, dafür aber mächtig große) oder der „Kölsche Jung“ von Brings.

„Fahrerflucht“ ist seit vielen Jahren im Geschäft, da weiß man, wie es geht, und erstmalig nach langer Durststrecke konnte man endlich in aktueller Stammformation auftreten. Dank Sängerin Mira Kremers brauchte man keine designierten Frauensongs („I’m so excited“, „I kissed a girl“, „I’m outta love“) zu fürchten und traute sich auch an Titel von Bruno Mars („Locked out of heaven“) in Originaltonart heran.

Technisch präzise Darbietung

Und wenn dann wieder mal so richtig Rock angesagt war (Blur, Blink 182), dann war da ja auch noch die Geheimwaffe Sascha Keller, dessen Gitarrensoli im Coverbereich ganz gewiss herausstechen. Nicht nur, weil er sie auch demonstrativ blind hinter dem Rücken oder mit den Zähnen spielt. Sascha Keller spielt sie an den richtigen Stellen nicht nur mit atemberaubender Geschwindigkeit, sondern auch technisch präzise. Raum dazu wird ihm bei „Fahrerflucht“ daher auch ausreichend eingeräumt.

Dank zahlreicher weiterer Gadgets und Gimmicks blieb den Zuschauern im Saal bis zum Konzertende kaum Zeit Luft zu holen. Funkenregen, Knalleffekte, Goldglitter, Stagediven und Feuerspucken, alles war vertreten. Und das in gut zweieinhalb Stunden reiner Spielzeit.

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