Volkstrauertag: Gedenkfeier der Stadt Geilenkirchen

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Geilenkirchen. Aus Anlass des Volkstrauertages findet die zentrale Gedenkfeier der Stadt Geilenkirchen in Zusammenarbeit mit dem Kreis Heinsberg als Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) bereits am Samstag, 17. November, statt.

Das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt ist in diesem Jahr erstmalig in einen ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt gebettet, der um 18.30 Uhr beginnt. Im Anschluss erfolgt die Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof neben der Kirche.

Als Vorsitzender des Ortsverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat Bürgermeister Thomas Fiedler zu dieser Veranstaltung die Kölner Regierungspräsidentin Gisela Walsken, den Landesverband des VDK, Abordnungen der in Geilenkirchen stationierten Soldaten, die freiwillige Feuerwehr, die Schützenbruderschaften von Geilenkirchen, Hünshoven und Bauchem, den Allgemeinen Turnverein, die Reservistenkameradschaften Geilenkirchen und Awacs sowie die Vertreter der örtlichen Kirchengemeinden eingeladen.

Der Bürgermeister und der standortälteste Geilenkirchen legen zusammen mit anderen Teilnehmern Kränze nieder. Die Gedenkstunde wird musikalisch umrahmt durch den Musikverein Prummern und den Spielmannszug Niederheid. Neben den offiziell beteiligten Personen und Organisationen sind auch alle anderen Bürger zur Veranstaltung eingeladen.

Um eine rege Teilnahme der Bevölkerung wird auch bei den Kranzniederlegungen und Gefallenenehrungen an den Kriegsgräberstätten bzw. Ehrenmälern in den einzelnen Stadtteilen am 18. November gebeten, und zwar in Süggerath (9.15 Uhr), Prummern (9.45 Uhr), Teveren (10.15 Uhr), Kraudorf (8 Uhr), Gillrath (10.30 Uhr), Hatterath (10.30 Uhr), Grotenrath (10.30 Uhr), Lindern (11.15 Uhr), Beeck (11.45 Uhr), Tripsrath (9.15 Uhr) sowie in Würm (18 Uhr bereits am 17. November) und Immendorf (16.15 Uhr bereits am 17. November).

Ausstellung

Der Volkstrauertag wird darüber hinaus durch eine Ausstellung mit dem Titel „Aus der Geschichte lernen” des Volksbundes in der Galerie des Hauses Basten ergänzt, die am 16. November, 11 Uhr, offiziell eröffnet wird und dienstags und donnerstags zwischen 16 und 20 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden kann.

67 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges fällt es vielen Menschen - insbesondere den jüngeren - schwer, die Bedeutung, die der Volkstrauertag für die Kriegs- und Nachkriegsgeneration hatte, zu begreifen oder gar zu teilen. Ist der Volkstrauertag somit in naher Zukunft ein Gedenktag ohne Volk?

An diesem Novembertag versammeln sich nahezu in jeder Gemeinde Menschen, die der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedenken. Auch wenn die Teilnehmerzahl abgenommen hat, so ist es doch denen, die sich versammeln, wichtig, gemeinsam an das Unrecht der Willkürherrschaft und an die Schrecken des Krieges, an das Leiden der Menschen, die verfolgt, verschleppt, vertrieben, gedemütigt, verwundet oder getötet wurden, zu erinnern.

Kernstück der aktiven Erinnerungsarbeit des Volksbundes ist die Erhaltung der Kriegsgräber als Mahnmale gegen Krieg und Gewaltherrschaft. In derzeit 45 Staaten ist der Volksbund tätig und betreut 825 Friedhöfe mit etwas mehr als 2,5 Millionen Gräbern.

Es ist auf den ersten Blick eine nahezu paradox anmutende Erkenntnis: Die Gräber der beiden Weltkriege erinnern nicht nur an die Erbarmungslosigkeit der Kämpfe und die Willkür der Besatzung, sie werden längst auch als Fundamente der Versöhnung angesehen. Das gilt insbesondere für das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich.

Die gelungene Aussöhnung der beiden einstigen Erzfeinde, deren 50-jähriges Jubiläum im Sommer in Reims gefeiert wurde, ebnete Deutschland den Weg zurück in die Völkergemeinschaft und gilt als Modell für ganz Europa. Die Erinnerung an die beiden Weltkriege ist fester Bestandteil der europäischen Identität und was könnte eindringlicher die Absurdität von Hass, Feindschaft und Fanatismus verdeutlichen als die Gräber.
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