Geilenkirchen - Volkshochschule Heinsberg veranstaltet Konzert

Volkshochschule Heinsberg veranstaltet Konzert

Von: Renate Kolodzey
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Katrin Höpker singt bei ihren Auftritten mit dem Publikum Popsongs, Volkslieder und Evergreens und begleitet diese auf dem Piano. Das Publikum in der Geilenkirchener Realschule war begeistert. Foto: Renate Kolodzey
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War wiederholt zu Gast in Geilenkirchen: Katrin Höpker. Foto: Renate Kolodzey

Geilenkirchen. „Singe, wem Gesang gegeben“ lautet ein altes Sprichwort. Nicht jeder hat eine perfekte Stimme, aber trotzdem Lust zum Singen. Bei „Frau Höpker bittet zum Gesang“ in der Realschule waren alle sangesfreudigen Menschen genau richtig, denn es war ein Mitsingkonzert.

Rund 380 Gäste hatten sich eingefunden und „wir hätten zwei Konzerte daraus machen können, denn schon vier Wochen vorher war alles ausverkauft“, erklärte Ingo Rümke, Leiter des Fachbereichs Kultur der Volkshochschule Heinsberg, der die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Stadt Geilenkirchen organisierte.

Katrin Höpker, Star des Abends, liegt viel daran, dass auf ihren Konzerten jeder Spaß hat: „Ich möchte, dass die Menschen ihre Lieblingslieder singen und dadurch mit sich selbst und anderen in Kontakt kommen.“ Die ausgebildete Pianistin, Organistin und Sängerin wohnt in Köln und hat sich 2008 dieses Format ausgedacht, „weil niemand mehr generationenübergreifend singt.“

Sie stellt die Titel spontan zusammen und versucht so, auf das jeweilige Publikum einzugehen. Die Performance erfolgt gänzlich ohne Playback, nur mit ihrer Stimme und dem Piano, wobei die Texte zum Mitsingen auf eine große Leinwand projiziert werden. Katrin Höpker kann inzwischen auf viele Auftritte zurückblicken, auch mit diversen Bands, sowie auf Studio-, TV-, Radio- und CD-Produktionen.

Ausdrucksstarker Gesang

Bei der Begrüßung vergaß „Frau Höpker“, die im weißen Hosenanzug auftrat, auch die Gäste auf der Empore nicht: „In Köln würde ich sagen ‚Das ist der Elferrrat!‘“ Von der Bühne aus rief sie in den vollbesetzten Saal, der vorwiegend mit Stehtischen ausgestattet war: „Als wir heute nach Geilenkirchen fuhren, flogen gerade zwei dicke Maschinen über unsere Köpfe, daher passt mein erstes Lied wie die Faust aufs Auge: ‚Über den Wolken‘.“ Schon nach den ersten Tönen auf ihrem Piano, die sie mit ausdrucksstarkem Gesang begleitete, stimmten die Zuschauer lautstark und textsicher ein.

Nun ging es Schlag auf Schlag: Bei „Ring of Fire“, aber auch Liedern wie „Im Frühtau zu Berge wir ziehn“ und „Wochenend und Sonnenschein“ ging in der Realschule die Post ab, und die Leute sangen und klatschten sich in Stimmung. „Jetzt kommt der Walzertakt – was macht man da?“, fragte Höpker augenzwinkernd in die Runde, „die Kölner wissen das, und die Geilenkirchener auch! Man sagt: ‚Sie sehen nett aus – darf ich Sie anfassen?‘ Also – greifen Sie beherzt zu!“

Nur zu gerne folgten die Sangeslustigen der Aufforderung und schunkelten sich warm zu „Tulpen aus Amsterdam“. „Die lieben Männer, die so freiwillig mitgekommen sind“, durften mit der Musikerin gar einige Strophen alleine singen.

Kaum verklungen, war Robbie Williams mit seinem Hit „Feel“ an der Reihe: Die dunkle, warme Stimme der Interpretin passte gut zur Musik, und die Besucher sangen sogar das Gitarrensolo – „dadada“. Auch aktuelle Titel bot die temperamentvolle Künstlerin dar, wie zum Beispiel „Herz über Kopf“, „Ich lass für Dich das Licht an“, „Applaus, Applaus“ und „Wake me up“, die von Jung und Alt begeistert intoniert wurden.

Dann wieder eine Zeitreise: „Früher ging man mit Palästinensertuch ins Jugendheim – das kennt heute keiner mehr“, witzelte das Multitalent. Aus dieser Zeit hatte sie „Wild World“ und „Country Roads“ mitgebracht. „Love is in the Air“ und „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“, denn „wer schunkelt, haut nicht“, wie sie schelmisch in den Saal rief, waren die nächsten Titel.

In atemberaubendem Tempo ging es weiter mit „Pretty Woman“, „Ganz Paris träumt von der Liebe“, „Dancing Queen“, „Don‘t stop me now“ und anderen Songs, so dass die Anwesenden die Pausen in der Tat zum Verschnaufen benötigten, da sie sich während des Singens restlos und mit dem größten Vergnügen verausgabten. Kein Wunder, dass sich „Frau Höpker“ am Ende des Konzerts, nach über zweieinhalb Stunden, erst nach mehreren Zugaben und unter donnerndem Applaus und vielen „Bravo“-Rufen von der Bühne stehlen durfte.

„Ich fand die Veranstaltung super, so etwas ist gut für die Seele! Jetzt gehe ich beschwingt nach Hause“, zeigte sich Elke Pannhausen aus Waurichen nach dem Konzert begeistert.

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