Viele Fragezeichen bei Neuordnung des ÖPNV

Von: hama
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Ist defizitär und wird auch defizitär bleiben: der ÖPNV. Eines der Ziele bei der Neuordnung der WestEnergie und Verkehr GmbH wird die Sanierung dieses Pflegefalles sein. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Bei der Diskussion rund um die Neuordnung der WestEnergie und Verkehr GmbH bekamen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses eine Vorlesung zu hören, die in ihrer Komplexität eher für angehende Steuerberater gedacht schien.

West-Geschäftsführer Markus Palic erläuterte den Ratsvertretern verschiedene Modelle, wie es mit dem auslaufenden Vertrag weitergehen könnte.

Die Gemeinde Gangelt hat einen Anteil von 3,625 Prozent an den Kreiswerken (KWH), die wiederum zu 50 Prozent an der West­Energie und Verkehr beteiligt sind. 2008 ist die WestEnergie und Verkehr an die NEW verpachtet worden, und dieser Vertrag ist es, der 2015 ausläuft.

Bei der ausführlichen Vorstellung von möglichen Zukunfts-Darstellungen einigte man sich schließlich auf das Modell einer Holding. Demnach beteiligt sich die KWH mit 17 Prozent als dritter Gesellschafter an einer Kommunalholding, an der auch Mönchengladbach und Viersen beteiligt sind.

Diese Kommunalholding ist gemeinsam mit der RWE Gesellschafterin der NEW. NEW ist der marktstärkste Anbieter für Strom und Gas im Kreisgebiet. Die „West“ soll dann, wenn dieses Modell sich bei den Beteiligten durchgesetzt hat, in eine „West Verkehr GmbH“ und eine „West Energie GmbH“ aufgespalten werden. So wird beim Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiterhin die Abdeckung der Verluste möglich sein, der Erhalt des steuerlich Querverbundes Verkehr und Versorgung sowie als ein wichtiger Punkt die Möglichkeit erhalten, in einer Direktvergabe den ÖPNV bei der „West“ zu belassen.

Bei diesem Holding-Modell, so Bürgermeister Bernhard Tholen, seien die Chancen größer als die Risiken: „Der lokale Einfluss bleibt bestehen, auch wenn zukünftig mehr Teilhaber im Boot sind.“ Eines der Ziele sei, das Defizit beim ÖPNV, das in den vergangenen Jahren von neun auf sieben Millionen Euro reduziert worden ist, noch deutlicher abzubauen. Der Rat der Gemeinde Gangelt schloss sich dem Votum aus dem Hauptausschuss einstimmig an.

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