Viel Sympathie für das kleine Slowenien geweckt

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Professor Dr. Gerd Wassenberg,
Professor Dr. Gerd Wassenberg, Vorsitzender der Europa-Union, begrüßte Dr. Marija Weißkirchen als Referentin. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Ich bin sicher, mein Heimatland Slowenien gefällt Ihnen, wenn Sie im Mai Ihre Studienreise dorthin machen.” Und um ihre Prognose gleich zu belegen, präsentierte Dr. Marija Weißkirchen eine Fülle an beeindruckenden Bildern, Fakten und Zahlen über das Land, das seit 2004 Mitglied der europäischen Staatengemeinschaft ist und im Jahr 2007 den Euro als Währung einführte.

Der Vorsitzende des Geilenkirchener Stadtverbandes der Europa-Union, Prof. Gerd Wassenberg, freute sich, zur Auftaktveranstaltung der Europa-Union Geilenkirchen im neuen Jahr mehr als 50 Zuhörer im Sportpark Loherhof zu begrüßen. Sie nahmen die Gelegenheit wahr, sich über ein EU-Mitgliedsland zu informieren, das in den Zeiten der Krisen nicht von sich reden macht und auch ansonsten selten das Interesse der breiten Öffentlichkeit findet, zu Unrecht, wie Wassenberg in seiner Begrüßung meinte: „Wenn das bekannte Wort klein aber fein zutrifft, dann gilt das, bezogen auf die Europäische Union, ganz besonders für die Republik Slowenien mit ihren zwei Millionen Einwohnern. Denn dieses kleine Mitgliedsland überrascht wie kein anderes mit einer erstaunlichen Vielfalt an natürlichen und kulturellen Gegebenheiten.”

Einen Eindruck dieser Vielfalt gab es anschließend aus erster Hand. Denn mit Dr. Marija Weißkirchen hatte der Stadtverband Geilenkirchen die Fachreferentin im Düsseldorfer Konsulat der Republik Slowenien als Vortragende gewonnen. Ihr, als geborener Slowenin, die seit fünf Jahren in Deutschland lebt, gelang es, mit ihren Ausführungen Sympathie unter den Zuhörern für Slowenien zu wecken.

Slowenien, der Übergang von Mittel- nach Südosteuropa, liegt zwischen den Alpen, den Dinaren, dem Adria-Meer und dem Panonischen Becken. Dies erklärt, dass drei Klimazonen das 20.000 Qua-dratkilometer große Land prägen: die alpine, die mediterrane und die kontinentale.Topografisch verleihen die Julischen Alpen, die Karawanken und die Steiner Alpen dem Land den Charakter einer Hochgebirgslandschaft, während in der Landesmitte und im Süden ausgedehnte Karstflächen das Lanschaftsbild beherrschen. Nach Schweden und Finnland ist Slowenien mit 50 Prozent bewaldete Fläche die Nummer drei als waldreichstes Land in Europa.

Da verwundert nicht, dass Holz und Holzprodukte die wichtigsten Exportgüter sind. Ferner erhebt Slowenien den berechtigten Anspruch, auch eine der wasserreichsten Regionen auf dem Kontinent zu sein. Als historischer Schmelztiegel römischer, slawischer und deutscher Kultureinflüsse weist das Land im Südosten Europas ein facettenreiches Kulturerbe auf. Dies mag auch ein Grund dafür gewesen sein, so Marija Weißkirchen, dass die zweitgrößte Stadt des Landes, Maribor, in diesem Jahr zur „Kulturhauptstadt Europas 2012” gewählt wurde. Wirtschaftlich profitieren die Einwohner Sloweniens von einem hohen Lebensstandard. Das Land betrachtet sich als Drehkreuz für ausländische Firmen, um die Absatzmärkte in der Europäischen Union und auf dem Balkan zu bedienen, ein Standortvorteil, den bereits rund 250 deutsche Unternehmen oder Firmen mit deutscher Beteiligung zu nutzen wissen. Deutschland, das seit genau 20 Jahren diplomatische Beziehungen zu Slowenien unterhält, ist Sloweniens wichtigster Handelspartner.

Dass Slowenien auch ein Land der Gaumenfreuden ist, ließ am Schluss der Vortragsveranstaltung zumindest ein hervorragender slowenischer Wein erahnen.
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