Viel Ärger in den Ratsfraktionen über die Geilenkirchener Verwaltung

Von: tp
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Der Sportplatz des FSV Kraudorf-Uetterath darf bleiben. Die Stadt Geilenkirchen hatte das falsche Gutachten als Sitzungsvorlage veröffentlicht. Foto: Jan Mönch

Geilenkirchen. Das Gutachten, in dem der Geilenkirchener Politik der Rückbau des Kraudorfer Sportplatzes empfohlen wird, sorgte am Donnerstag und Freitag für mächtig Wirbel in Vereinen und Politik. Christian Kravanja, Fraktionschef der Freien Bürgerliste, monierte: „Bevor Vorlagen öffentlich gemacht werden, müssen sie doch im Verwaltungsvorstand besprochen werden.“

Kravanja sieht Bürgermeister Georg Schmitz in der Pflicht. „Der Bürgermeister trägt dafür die Verantwortung. Bei ihm liegt das wesentliche Problem.“ Die Politik übe ständig Druck aus, langsam werde sich etwas ändern müssen. „Der Bürgermeister scheint den Weg zu gehen: Lasst die anderen mal arbeiten, ich winke ein bisschen“, fand Kravanja am Freitag deutliche Worte.

„Die Verwaltung ist nicht schlecht, es fehlt an der Führung“, stellte Christoph Grundmann (SPD) im Gespräch mit unserer Zeitung fest. Seine Feststellung „Der Fisch stinkt vom Kopf her“ will Grundmann nicht allein auf den Bürgermeister bezogen wissen. „Das Problem ist das Hauptamt. Man kann doch nicht einfach blind Dokumente rausschicken. Der Amtsleiter muss seine Arbeit machen“, redete auch Grundmann nicht lange um den heißen Brei rum. Ständig rudere die Stadt zurück, während die Ratsleute den Leuten das erklären müssten. „Da verliert man als Stadtverordneter irgendwann seine Glaubwürdigkeit.“

Für Gabi Kals-Deußen (Für GK!) gehören alle Vorlagen auf den Tisch des Bürgermeisters, egal für welchen Ausschuss. Er müsse die Korrektheit prüfen. Sie sei „entsetzt“ von den erneut falschen Dokumenten für die Sitzung des Ausschusses am kommenden Dienstag. Jürgen Benden (Grüne) hat wiederholt die Kommunikation innerhalb des Rathauses und aus der Verwaltung an die Öffentlichkeit kritisiert. Er sieht die Stadt inzwischen an einem kritischen Punkt angekommen. „So kann es nicht weitergehen. Wir als Politik müssen höllisch aufpassen“, sagt der Grünen-Politiker und forderte „verlässliche Spielregeln“.

Max Weiler (CDU), der wie Kravanja selbst in einer Verwaltung arbeitet, ist bei der Freigabe von Sitzungsunterlagen anderes Arbeiten gewohnt. „Wir haben das im nicht-öffentlichen Teil schon oft angemahnt“, erklärte Weiler gestern.

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