Vertrauen stärken und als Partner handeln

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
biwak_bu
Brigadegeneral Winfried Mertens (stehend 2.v.l.) und der neue Kommandeur der kanadischen Einheit, Werner Liedtke (l.), schauen der Einweisung am Gewehr zu, der der Kommandeur des Awacs-Verbandes, Brigadegeneral Burkhard Pototzky, gerade zuhört. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Der Kommandeur des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw), Brigadegeneral Winfried Mertens, erlebte beim 14. Gästeschießen mit anschließendem Biwak eine Rekordkulisse von 637 Teilnehmern.

Davon betätigten sich zunächst 325 Männer und Frauen mit dem Gewehr „G 36” auf der Standortschießanlage in Niederheid. Nach Einweisung durch die Fachkräfte der Bundeswehr sahen sich die Schießteilnehmer in 100 Meter Entfernung einer 10er Ringscheibe gegenüber, die es mit zehn Schuss aus dem Gewehr möglichst in der Mitte zu treffen galt. Ausgeschossen wurden neben einem Damenpokal auch ein ZVBw-Pokal für ausgesuchte Gäste, ein Sportpokal für Uniformierte und im Umgang mit der Waffe Erfahrene sowie ein Gästepokal für alle anderen Teilnehmer. Dabei schlugen sich manche heimische Politiker beachtlich.

Verbundenheit gezeigt

Mit dabei waren auch internationale Gäste aus Süd-Korea, Albanien, Kirgigistan, Kambodscha, Moldawien, Montenegro, Serbien, Tadschikistan, Turkmenistan und der Ukraine. Auch die Canadian Forces Support Unit Europe und verschiedene Nationen des Awacs-Verbandes waren vertreten.

Dieser „bunte Völkermix” macht das Sommer-Biwak wieder zu einer in der Region unvergleichbaren Veranstaltung, bei der Kontaktpflege zwischen den militärischen Einrichtungen und Vertretern von Behörden, Verbänden, Vereinen, Industrie, Handel, Handwerk, Schulen, Banken und dem öffentlichen Leben groß geschrieben wird.

Die Verbundenheit mit der Region und der Garnisonsstadt Geilenkirchen hob Brigadegeneral Winfried Mertens beim späteren Biwak rund um das Barbara-Casino in der Selfkantkaserne hervor. Der Kommandeur des ZVBw unterrichtete über die aktuellen Schwerpunkte des Zentrums aus dem Bereich der Rüstungskontrolle und Verifikation.

Stichwort Kambodscha-Projekt: Das Geilenkirchener ZVBw und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit war seinerzeit beauftragt worden, Kambodscha bei der Kontrolle und Verbesserung der Lagerung von Munition und Explosivstoffen zu unterstützen. Dieses Vorhaben bedeute in vielen Bereichen Neuland, ein Pilot-Projekt abseits der klassischen Rüstungskontrolle an der Schnittstelle zur Entwicklungshilfe, hatte der Brigadegeneral zu Beginn im Jahr 2007 gesagt. Winfried Mertens umriss weitere Aufgaben des ZVBw im Rahmen des Chemiewaffenübereinkommens.

Weltweite Bedeutung

„Nicht zuletzt die persönlichen Kontakte mit Verifikationseinrichtungen im In- und Ausland sind ausschlaggebend für eine fruchtbare Zusammenarbeit im Bereich der Rüstungskontrolle”, so der General. Die Vielzahl von internationalen Kooperationen zeige die hohe Bedeutung des ZVBw bei der weltweiten Rüstungskontrolle.

Der Kommandeur ging abschließend auf die sehr guten Beziehungen zur gastgebenden Stadt Geilenkirchen und den umliegenden Gemeinden ein. „Dabei dient der Blick hinter die Kulissen, beziehungsweise hinter den Kasernenzaun, dazu, das gegenseitige Vertrauen zu stärken und partnerschaftliches Handeln auszubauen.”

Bei Lagerfeueratmosphäre gingen die Gäste zum gemütlichen Teil über, abgerundet durch die Siegerehrung und ein schönes Feuerwerk.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert