„Verlorene Heimat“ ist Thema beim Fotoclub Lebensart

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Gangelt. Ab sofort zeigt der Fotoclub Lebensart bis 31. Januar 2016 die Ausstellung unter dem Titel „Verlorene Heimat – für immer festgehalten“ in den Räumlichkeiten der Katharina Kasper ViaNobis GmbH an der Bruchstraße 6 in Gangelt. Es werden unter anderem Fotos ausgestellt, die in den Orten Borschemich und Immerath entstanden sind.

Zusammen mit dem Fotoclub Hückelhoven e.V. hatten die Mitglieder des Fotoclubs Lebensart dort einen ganzen Tag lang fotografiert. Entstanden ist eine 20 Exponate umfassende Ausstellung. Über 1000 Jahre alte Orte müssen seit Jahren dem Energiehunger weichen. Bis Ende 2017 werden auch die Orte Immerath und Borschemich unter den riesigen Schaufelrädern der Braunkohlebagger verschwunden sein. Rund 48 Quadratkilometer ist die Tagebaufläche groß.

Mitgefühl war groß

Von rund 2000 Menschen, die in Borschemich und Immerath lebten, leben jetzt nur noch ein paar Dutzend in den verlassenen und vom Zerfall gezeichneten Dörfern. Auch die Mitglieder des Fotoclubs Lebensart, der sich aus Klienten des Betreuten Wohnens Hückelhoven und des Hauses Schnorrenberg der Eingliederungshilfe der Katharina Kasper ViaNobis zusammensetzt, wollten dieses Thema aufgreifen.

Beim ersten Treffen der Teilnehmer im Jahr 2013 kam schnell die Idee auf, zu diesem Thema eine Exkursion nach Immerath und Borschemich zu machen. Das Mitgefühl mit den Menschen, die dort ihre Heimat verloren haben, war groß. „Mein Zuhause ist meine Burg“, so ein Klient, der seit vielen Jahren im ambulant betreuten Wohnen in Hückelhoven lebt – Ängste werden greifbar, wenn es um das Thema „Zuhause“ und „Verlust“ geht.

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