Verkehrsanbindung: FDP-Landeschef sagt Unterstützung zu

Letzte Aktualisierung:
Das Industriegebiet Lindern ve
Das Industriegebiet Lindern verkehrstechnisch voranbringen: FDP-Landeschef Christian Lindner (3.v.l.) und der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christof Rasche (4.v.l.), haben den Parteifreunden aus der Region Unterstützung zugesagt. In Düsseldorf machten sich Stefan Lenzen, Markus Melchers, Stefan Kassel und Andreas Rademachers (v.l.) ein Bild.

Geilenkirchen/Düsseldorf. Eine Delegation der Geilenkirchener FDP und der FDP-Kreistagsfraktion Heinsberg hat jüngst in Düsseldorf mit dem parlamentarischen Geschäftsführer und verkehrspolitischen Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christof Rasche, und FDP-Landeschef Christian Lindner ein weiteres Mal über die Verkehrsanbindung des Industriegebietes Geilenkirchen-Lindern beraten.

Rasche hatte sich zuvor bei einem Besuch in Lindern über die Probleme bei der Realisierung der ortsdurchfahrtsfreien Verkehrsanbindung des Industriegebietes informiert.

Seine Einschätzung seinerzeit: „Wenn das Land eines von vier großflächigen Industriegebieten hier ausweist, dann muss es auch für die Verkehrsanbindung sorgen.” Rasche und Lindner hatten sich anschließend auf Landesebene über den Stand der Verkehrsanbindung informiert und konnten den Besuchern Neuigkeiten präsentieren.

Demnach gibt es einen Vertrag über die Realisierung der fehlenden Anbindung zwischen dem Land NRW und dem Kreis Heinsberg. Dieser besagt, dass eine Ortsumgehung Hückelhoven und Hilfarth als Landstraße L364n und eine Ortsumgehung Brachelen als K14n realisiert werden soll.

Rasche: „Der Kreis verpflichtet sich demnach zum Bau der K14n und beteiligt sich finanziell an der L364n. Im Gegenzug baut das Land NRW die L364n und bestätigt dem Grunde nach die Förderfähigkeit der K14n, was bedeutet, dass sich das Land an der Finanzierung der Kreisstraße beteiligt.”

Den Hebel ansetzen

„Von diesem Vertrag habe ich nichts gewusst”, zeigte sich der Ortsverbandsvorsitzende der Geilenkirchener FDP, Markus Melchers, überrascht. Ein solcher Vertrag sei nie Gegenstand der Gespräche mit der Stadtverwaltung gewesen.

Mit diesem Vertrag sind natürlich der Kreis und das Land gegenüber unserer Stadt in der Bringschuld”, so Melchers weiter. Auch für den Vorsitzenden der FDP-Kreistagsfraktion, Stefan Lenzen, seien diese Informationen neu, wie er sagte. „Aber nun haben wir endlich einen Hebel an dem wir ansetzen können, um diesen Missstand endlich zu beseitigen.”

Das Industriegebiet Lindern ist eines von vier Industrie-Großflächenprojekten des Landes NRW und besitzt großes Potential zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Fläche umfasst 280 Hektar, von denen 162 Hektar als Industriefläche festgesetzt sind.

Im Oktober 1992 hatte der Rat der Stadt Geilenkirchen mit dem Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nummer 77 den Startschuss für das Industriegebiet gegeben.

Melchers: „In den 20 Jahren danach ist zu viel geredet und zu wenig gehandelt worden. Diesen Vertrag darf man nicht aussitzen, man muss ihn umsetzten.” Stefan Kassel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Geilenkirchener FDP, kündigte an: „Wir werden bei der Verwaltung nachhaken und sehen welche Mittel uns zur Verfügung stehen, um Druck auf den Kreis und das Land auszuüben.”

Andreas Rademachers stimmte zu. „Auch wir im Kreis müssen dieses Projekt voranbringen. Es profitieren ja nicht nur Geilenkirchen, sondern auch die angrenzenden Städte Hückelhoven und Heinsberg von einer möglichen Neuansiedlung.”

Unterstützung signalisierte Christian Lindner: „Die Landesregierung muss ihrer Pflicht gegenüber der Stadt Geilenkirchen und dem Kreis Heinsberg endlich nachkommen. Man darf solch enorme Potentiale zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Steigerung der Wirtschaftsleistung, wie sie in Geilenkirchen vorhanden ist, nicht brachliegen lassen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert