Vandalismus im Bahnhofs-Parkhaus: Stadt sperrt zwei Decks

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Gebäudemanager Andreas Eickho
Gebäudemanager Andreas Eickhoff weist auf die Zerstörung des Kunststoffbodens auf den beiden oberen Etagen des Parkhauses am Bahnhof hin. Nun werden zwei Decks gesperrt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Von zunehmendem Vandalismus sind die beiden Parkhäuser hinter dem Rathaus und besonders am Bahnhof betroffen. Seit über einem Jahr treffen sich im Parkhaus an der Friedensburg junge Menschen, die in den Nächten lautstark und unter Alkoholkonsum ihrem „Tatendrang” freien Lauf lassen.

Dabei machen sie sich einen Spaß daraus, alles zu zerstören, was sich irgendwie zerstören lässt. „Die Beleuchtungskörper inklusive Sicherheitsbeleuchtung werden zerschlagen, Beschilderung, Blitzableiter und sogar Brüstungsgitter abgerissen”, nennt Andreas Eickhoff ein paar Beispiele. Wobei es auch zu einer Gefahr für Leib und Leben kommen könne. Die Zerstörungswut gipfele mittlerweile in dem Entfernen des Bodenbelags auf den oberen beiden Parkdecks.

Nachdem diese Kunststoffschicht aber fehle, komme es zu vermehrten Wasserschäden am Untergrund. Ja sogar Grillabende mit entsprechendem „Lagerfeuer” seien schon auf den oberen Parkdecks veranstaltet worden. „Es treten immer mehr Schäden auf, die sich dann aufgrund des Wassereinbruchs noch vergrößern”, sagt der Gebäudemanager der Stadt Geilenkirchen. Eickhoff hat für eine derartige Zerstörungswut überhaupt kein Verständnis.

Kaum seien die Schäden auf der einen Seite behoben, fingen sie an der anderen Seite wieder an. „Als Unterhaltsungskosten haben wir 20.000 Euro pro Jahr für die beiden Parkhäuser angesetzt. Durch den Vandalismus haben sich diese Kosten mittlerweile verdoppelt”, weiß Andreas Eickhoff.

Kürzlich seien Teile des Kunststoffbodens sogar von oben auf die Bahnstrecke geworfen worden, was als gefährlicher Eingriff in den Verkehr zu werten sei. „Wir sind nun gezwungen, die beiden oberen Parkdecks zu schließen”, so der Gebäudemanager. Für das 2003 in Betrieb genommene 3,2 Millionen Euro teure Parkhaus wurden rund 2,8 Millionen Euro an Bundes- und Landeszuwendungen gewährt, 400.000 Euro musste die Stadt beisteuern.

Das Parkhaus verfügt über insgesamt 520 Parkplätze auf neun Etagen und wird durch die Sperrung rund 115 Plätzen „beraubt”. Das sei aber nicht weiter tragisch, weil die Decks 8 und 9 ohnehin nie ausgelastet waren. Das Fehlen der oberen Decks werde nicht ins Gewicht fallen, denn schon ab der sechsten Etage sei die Belegung spürbar dünner. In diesen Tagen werden nun die Mitarbeiter des Bauhofes Gitter und Platten anbringen, so dass weder ein Befahren noch ein Begehen der beiden nicht überdachten oberen Decks mehr möglich ist.
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