Unvergesslich: Mit dem Nikolaus in der Selfkantbahn

Von: Markus Bienwald
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Ein Erlebnis für die Kinder: Für eine schöne Bescherung und strahlende Kinderaugen sorgte der Namenspatron der Nikolausfahrten bei der Selfkantbahn schon im Zug. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Drei schwere Schläge an die Wand. Drei Mal klopft es am hölzernen Waggon, und auf einmal tritt ein Mann im Nikolausgewand hinein und bringt leckere Sachen mit. Das ist ein Ritual, wie es in jedem Jahr zum Ende des Jahres bei der historischen Selfkantbahn zu erleben ist.

Und damit die Bescherung immer wieder schöne Erinnerungen liefert, werden die jüngsten Gäste der am Samstagvormittag bei der Selfkantbahn gestarteten Nikolausfahrten mit einem Händedruck begrüßt. Knecht Ruprecht, der ganz in Schwarz gehüllt dahinter mit Sack und Rute wartet, kommt zum Glück nicht zum Einsatz, er gehört aber dazu.

Schnaubende Einfahrt

Genauso wie die vielen klickenden Fotoapparate und die Aufregung beispielsweise bei Jan und Cilia, als sie den Mann mit dem prächtigen roten Gewand, der Mitra, dem Rauschebart und dem Bischofsstab sehen. „Guck mal da, der Nikolaus“, heißt es auch wenige Minuten später, als der Dampfzug schnaubend im Bahnhof Schierwaldenrath einfährt, sich Bischof und Knecht auf den Weg ins eigens installierte Festzelt machen.

Die Arbeit des Nikolaus ist mit dem Zustieg und der Bescherung übrigens noch nicht getan, er sorgt noch für gute Laune bei der anschließenden kleinen Feier im Festzelt, ehe es für die Fahrgäste wieder zurückgeht und der Nikolaus sich mit seinem Helfer wieder auf den Weg zur Kutsche macht, um bei der nächsten Fahrt wieder in leuchtende Kinderaugen zu schauen.

„Leider hat es dieses Mal nicht geschneit“, meint Kutscher Hans Peter Birmanns, der den Nikolaus sicher in seiner prachtvollen Kutsche zum Zug bringt. Das finden auch ein paar der vielen Gäste, die bis zur letzten Fahrt am Sonntag, 20. Dezember, um 17 Uhr für fast ausgebuchte Züge sorgen.

Trotzdem bietet die „Schwarzach“ mit der Registrierungsnummer „IHS 101“ für die Interessengemeinschaft Historischer Schienenverkehr, die die Selfkantbahn betreibt, genügend Motive für Dampfvernarrte. Und das kommt nicht von ungefähr, denn die Luft am Samstagmorgen war kalt und klar, ließ jede noch so kleine Rauch- und Dampfschwade bestens erkennen, und die kleine Dampflok muss immerhin bis zu elf Wagen auf ihrem Weg vom Bahnhof Gillrath über die Haltepunkte Stahe und Birgden bis zur Endstation in Schierwaldenrath ziehen.

Urige Waggons

Wem es draußen bei den kleinen Stopps und der gemächlichen Fahrt zu kalt wurde, der zog sich ins Innere der urigen Waggons zurück. Und auch ohne Schnee boten sie einen wahrlich prächtigen Anblick in der langsam winterlich werdenden Landschaft.

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