Unternehmen Rehkitzrettung: Landwirte folgen Aufruf

Von: km
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Im Einsatz für die Rettung der Rehkitze: Jagdaufseher Wolfgang Jansen (l.) und sein Kollege Josef Kurtenbach. Foto: Katharina Menne

Geilenkirchen. Der eindringliche Aufruf an die Landwirte, sich bei den Jagdaufsehern zu melden, wenn die Wiesenmahd ansteht, war erfolgreich. Zahlreiche Anrufe hat Wolfgang Jansen aus Geilenkirchen in den vergangenen Tagen bekommen. „Erst Sonntagabend haben wir noch Scheuchen aufgestellt, um die Rehe rechtzeitig davon abzuhalten, ihre Kitze in die Wiese zu legen“, sagt er.

Diese Maßnahmen sind wichtig, damit die wenige Wochen alten Rehkitze, die sich in der Wiese verstecken, nicht von den großen und schnellen Mähmaschinen überrascht und getötet werden.

Selbst von Landwirten aus Übach-Palenberg wurde Jansen kontaktiert. Er konnte ihnen zwar die akustischen Wildretter ausleihen, die am Traktor befestigt werden und mit einem hohen Piepton Wild vertreiben sollen, doch zum Absuchen müssen sie sich an die Jagdaufseher des betroffenen Reviers wenden.

„Ich kann leider nur die Wiesen in meinem Revier kontrollieren, für die anderen bin ich nicht zuständig“, sagt er. Aber die vielen Rückmeldungen und das Interesse seien sehr erfreulich.

Doch selbst mit den besten Abschreckungsmethoden und gründlichsten Suchaktionen sind auch die Jagdaufseher nicht davor gefeit, einmal Kitze zu übersehen. So geschehen letzte Woche. „Leider bekomme ich dann natürlich auch die unerfreulichen Anrufe, wenn doch ein Kitz von den Klingen der Maschinen erwischt wurde“, sagt Jansen. Für das junge Reh kam leider jede Hilfe zu spät.

Für ihn steht deshalb eine Sache fest: „Es wäre gut, wenn wir die Wärmebildkamera mitsamt Drohne wieder einsetzen könnten.“ Das scheitere momentan hauptsächlich an der Finanzierung. „35 Euro pro Stunde ist den Landwirten einfach zu viel – das kann ich verstehen, aber dann müssen wir das irgendwie anders gestemmt bekommen.“

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