Unter goldenem Stern für mehr Kinderrechte eintreten

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
Übach-Palenbergs Bürgermeist
Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (5.v.r.) empfing anlässlich des Freikönigstages am und im Rathaus rund ein Drittel der insgesamt 120 Sternsinger aus der Pfarre St. Petrus in Übach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Vier bis fünf Grad über Null zeigt das Thermometer, als sich Caspar, Melchior und Balthasar an diesem Dreikönigsmorgen auf den Weg machen. Ihr Ziel ist das Rathaus. Sie sind, in der Menge namenlos, doch in der Funktion mit den drei Königsnamen geschmückt, insgesamt 40, als sie am Rathaus ankommen.

Der Himmel öffnet gerade seine Pforten und entlässt feinen Nieselregen, der sich in jede Kleiderfalte setzt. Aber das macht den dick eingepackten und bunt gewandeten Kindern und Jugendlichen der Pfarre St. Petrus wenig aus.

Schließlich sind sie nicht nur hier, um die lobend-netten Worte aus dem Mund von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch zu hören und sich anschließend bei heißem Kakao und leckerem Gebäck zu stärken. Ihre Mission heißt „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!” Damit will die „Aktion Dreikönigssingen” in diesem Januar für Kinderrechte besonders in Nicaragua und auf der ganzen Welt kämpfen.

Unter diesem Motto, mit dem silbernen oder goldenen Stern am Stab und einer ebenso gefärbten Krone auf den Kopf, machen sich insgesamt rund 120 Sternsinger in Übach-Palenberg - bundesweit etwa eine halbe Million Kinder und Jugendliche - in diesen Tagen auf den Weg. Rund 5000 Türklingeln liegen vor ihnen. Es ist ein langer Weg, ein harter Weg, um den Altersgenossen auf der anderen Seite der Erdkugel ein Stück Hilfe zukommen zu lassen. Denn die Aktion Dreikönigssingen des Kindermissionswerks „Die Sternsinger” im Bund der Deutschen Katholischen Jugend sammelt auch in diesem Jahr wieder für junge Menschen, denen das Schicksal weniger angenehme Lebensumstände beschert hat.

Bevor sich die Kinder in die drei Könige aus dem Morgenland verwandelten, verging an diesem Morgen einige Zeit. Treffen kurz nach sieben Uhr, und das in den Schulferien, eine kurze Besprechung, die Auswahl der Kleider und nochmal das Singen der Lieder. Der aktuelle Schriftzug „20C+MB+12” (Christus Mansionem Benedicat = Christus segne dieses Haus), den sie auf der Wand hinterlassen, darf nicht fehlen. Sogar vorgedruckte Exemplare, die auf selbstklebenden Folien verewigt sind, gibt es neben dem guten alten Kreidestrich.

Mit Singen, Klingeln und dem Wandern bei ausgesprochen unfreundlichem Wetter ist der Tag schnell rum, doch den Kindern aus allen Teilen des Stadtgebiets macht es viel Spaß, auch wenn hier und da die Krone zwickt und der Stern mal falsch herum steht.

Und für den Ersten Bürger der Stadt geht es nicht nur um die „bedeutsamen Summen”, die Jahr für Jahr bei der Aktion Dreikönigssingen gesammelt werden. Er sieht das Rathaus auch als „ein gutes Haus, das eine christliche Tradition pflegt” und daher auch das zwischenmenschliche Miteinander gerne unterstützt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert